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Andernach - Mit einer 90,9-prozentigen Recycling-Rate ist 2007 die Rekordquote des Jahres 2006 für Verpackungsstahl erneut übertroffen worden. Deutschlands einziger Hersteller von Verpackungsstahl, Rasselstein, erfüllt damit nach eigenen Angaben seine Produktverantwortung weit über das gesetzlich gebotene Maß von 70 Prozent hinaus. Bei Verkaufsverpackungen aus Weißblech von privaten Endverbrauchern ist der Verwertungsanteil sogar auf 92,5 Prozent gestiegen. Rasselstein stellt mit Hilfe zweier Dienstleistungsunternehmen die Rücknahme gebrauchter Stahlverpackungen aus den verschiedenen Erfassungssystemen sicher und führt sie der Wiederverwertung in der Stahlproduktion zu. 
 
Auf die bei Endverbrauchern anfallenden und in der Regel über die Dualen Systeme entsorgten Weißblechverpackungen ist die DWR Deutsche Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH spezialisiert. Insgesamt sind über diesen Weg 2007 rund 244.000 Tonnen Weißblech in den Herstellungsprozess von Stahl zurückgeführt worden. 
 
Mit der Inbetriebnahme von zwei „Querstromzerspanern 1600“ hat die DWR im Juni 2008 begonnen, gebrauchte Weißblechverpackungen aus dem haushaltsnahen Bereich zu schreddern. Bei den oft nur teilentleerten oder mit anderen Abfallstoffen aufgefüllten Dosen werden durch das Schreddern und Ausschleudern die stahlfremden Bestandteile in hohem Maße separiert, sodass Schrottpakete mit deutlich verbessertem Reinheitsgrad an die Stahlerzeuger geliefert werden können. Edmund van Dyck, Geschäftsführer der DWR: „Die Störstoffanteile werden von durchschnittlich 15 bis 20 Prozent auf etwa zwei bis drei Prozent reduziert – also um bis zu 90 Prozent des ursprünglichen Anteils.“ Derzeit werden aus Haushaltsabfällen monatlich rund 4.000 Tonnen in der Anlage in Herne behandelt. Für die Zukunft kündigt van Dyck weitere Qualitätsverbesserungen an: „Etwa ein Drittel des heutigen Volumens wird durch die heutige Anlagenkapazität bereits erfasst. 2009 wollen wir eine weitere Anlage in Betrieb nehmen, um den Anteil des besonders hochqualitativen Schrotts weiter zu erhöhen.“ 
 
Weißblech ist vollständig recyclingfähig. Der aus Weißblech bestehende Teil des für die Stahlproduktion unentbehrlichen Sekundärrohstoffs Schrott – 2009 waren es insgesamt 463.200 Tonnen – erspart den Einsatz von 690.000 Tonnen Eisenerz, 301.000 Tonnen Kohle und weitere Einsatzstoffe. Das schont nicht nur die Rohstoffressourcen, sondern trägt auch zu einer deutlichen Absenkung der CO2-Entstehung bei. Die magnetische Eigenschaft von Eisen prädestiniert Stahlprodukte zum Recycling: Stahl kann in jeder Bearbeitungsstufe von Abfällen sicher identifiziert und leicht separiert werden. 
 
Der hohe Qualitätsanspruch der Stahlhersteller verlangt von den Schrottzulieferern, dass sie weitgehend sortenreines und von Fremdstoffen und Verschmutzung befreites Material zur Verfügung stellen. Sowohl das Kreislaufsystem Blechverpackungen Stahl GmbH (KBS) wie auch DWR verfügen nach eigenen Angaben über das Know-how und haben Zugriff auf die notwendige Technik, um die hohen Erwartungen an Qualitätsschrott aus Verpackungsstahl zu erfüllen. „Mit unseren hochspezialisierten Behandlungsverfahren zur Restentleerung garantieren wir den Stahlherstellern höchste Reinheitsgrade“, hält KBS-Geschäftsführer Franz-Josef Thiele fest.  
  Quelle: Thyssen Krupp

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Artikel vom: 20.01.2009 14:58
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