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Potsdam – Am 15. und 16. Januar trafen sich über 70 Wissenschaftler am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ zum Start des Projektes CLEAN (CO2 Largscale EGR in the Altmark Natural-Gas Field). Im CLEAN-Projekt wird das wissenschaftliche Begleitprogramm zur Kohlendioxid-Einspeisung in einem Teilfeld von Europas zweitgrößter Erdgaslagerstätte in der Altmark durchgeführt. Das Treffen diente zur Abstimmung der Forschungsaktivitäten zwischen 17 nationalen Partnern aus Forschungszentren, Universitäten und Industrie dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 15 Millionen Euro finanzierten Pilotstudie. 
 
In der Altmark fördert das Energieunternehmen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH natürliches Methan und Erdgas. Zur Erhöhung der Ausbeute (Enhanced Gas Recovery EGR) ist geplant, dort CO2 einzuspeichern, das aus Kraftwerksabgasen abgetrennt wird. „Dieses Forschungsvorhaben untersucht, wie sich Kohlendioxid in einer ausgeförderten Gaslagerstätte verhält. Die Lagerstätten haben über Millionen von Jahren ihre Dichtigkeit unter Beweis gestellt. Durch die große Anzahl der vorhandenen Förderbohrungen müssen aber erhöhte Anforderungen an deren Überwachung, das erforderliche Messprogramm, die numerische Simulation der ablaufenden Prozesse oberirdisch und untertage und damit auch zur Risikoabschätzung gestellt werden,“ erklärte der Koordinator Dr. Michael Kühn vom GFZ. 
 
Südlich der Stadt Salzwedel stellt daher die GDF SUEZ für eine Pilotphase einen geologisch abgeschlossenen Lagerstättenbereich, das Teilfeld Altensalzwedel innerhalb der altmärkischen Gasfelder, für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Die Gesamtmenge an CO2 wird rund 100 000 Tonnen betragen und wird vom Kraftwerksbetreiber Vattenfall geliefert. Es handelt sich hierbei erstmals um Kohlendioxid, das aus dem Kraftwerksprozess abgeschieden wird. Ziel des Vorhabens ist die langfristige und sichere Speicherung des Treibhausgases einerseits und eine verbesserte Ausförderung des Erdgases in der Tiefe andererseits. 
 
Das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ koordiniert das wissenschaftliche Begleitprogramm, welches folgende Fragen beantworten soll: Kann in tiefen Reservoiren (3000 m Teufe) CO2 unterhalb von Zechstein-Salzen langfristig und sicher gespeichert werden? Wie lassen sich zuverlässige Bewertungsverfahren für die Langzeitsicherheit entwickeln? Kann aus Kraftwerken abgetrenntes CO2 zur Erhöhung der Erdgasausbeute eingesetzt werden?  
 
Quelle: Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum – GFZ

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Artikel vom: 29.01.2009 15:04
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