Düsseldorf/Berlin - „Nach Jahren zurückgehender Altfahrzeugeingänge bei den Demontage- und Shredderbetrieben ist aufgrund der ‚Abwrackprämie‘ eine erfreuliche Belebung zu erkennen“, so Ulrich Leuning, Geschäftsführer der BDSV - Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen. Dabei sei das Altfahrzeugaufkommen nach einem ersten Überblick in den Regionen sehr unterschiedlich. In Ballungszentren werde das Regierungsprogramm bisher deutlich besser angenommen als im ländlichen Bereich.
Besonders begrüßt Leuning die Stärkung der zertifizierten Demontagebetriebe, die die sachgerechte Verwertung sicherstellen und im Antragsverfahren fest eingebunden sind. Seit Jahren beklage der Verband die Bedeutungslosigkeit des Verwertungsnachweises – ein Instrument, das die Verwertungskette unter Mitwirkung der Zulassungsbehörden sicherer machen soll. Die behördliche Mitwirkung funktioniere oft nicht und eröffne damit Missbrauchsmöglichkeiten des Nachweises.
In diesem Zusammenhang verweist die BDSV auf die seit Jahren vorgebrachte Klage, dass die abgemeldeten Altfahrzeuge zu mehr als 80 Prozent den deutschen Markt verlassen. Dies habe dazu geführt, dass Demontage- und Shredderbetriebe für einen immer kleineren Anteil – im Jahr 2008 etwa 400.000 Altautos von mehr als drei Millionen gelöschten Fahrzeugen – teure Aufbereitungsanlagen vorgehalten haben, ohne entsprechende wirtschaftliche Auslastung. Dies könnte in 2009 nun deutlich günstiger aussehen. „Wir gehen davon aus, dass mindestens 200.000 Fahrzeuge mehr in der Verwertung ankommen, was einer Steigerung von immerhin 50 Prozent entsprechen würde“, sagte Ulrich Leuning. Die BDSV habe die Hoffnung, dass endlich die über 100 Millionen Euro, die seit Inkrafttreten der Altfahrzeugverordnung in der Shredderwirtschaft investiert wurden, auch Früchte tragen werden.
Als positiven Effekt der „Umweltprämie“ streicht die BDSV heraus, dass die Rohstoffe aus der Verwertung Deutschland erhalten bleiben. Allein der durchschnittliche Schrottanteil eines Altfahrzeuges liegt bei 75 Prozent. Dieser wird direkt der Stahlindustrie zugeführt. Die Prämie dient aber auch der Luftreinhaltung, da die Fahrzeuge durch moderne Modelle ersetzt werden müssen und durch das Verbot des sonst üblichen Gebrauchtwagenexports auch in anderen Teilen der Welt nicht mehr zur Luftbelastung beitragen können.
Die Umweltprämie von 2.500 Euro soll nach Vorstellung der Bundesregierung nur dann ausgezahlt werden, wenn das Altfahrzeug ein Mindestalter von neun Jahren erreicht hat. Anträge können nur von Privatpersonen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Insgesamt sollen den Angaben zufolge bis Ende dieses Jahres 1,5 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. „Von der Prämie können also im günstigsten Fall 600.000 Fahrzeughalter profitieren“, stellt die BDSV fest.
Weitere Informationen:
BAFA: Frankfurter Str. 29-35, www.bafa.de, Mail: umweltpraemie@bafa.bund.de,
Förderrichtlinie: http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/index.html,
Antrag: http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/dokumente/index.html
Quelle: BDSV
Besonders begrüßt Leuning die Stärkung der zertifizierten Demontagebetriebe, die die sachgerechte Verwertung sicherstellen und im Antragsverfahren fest eingebunden sind. Seit Jahren beklage der Verband die Bedeutungslosigkeit des Verwertungsnachweises – ein Instrument, das die Verwertungskette unter Mitwirkung der Zulassungsbehörden sicherer machen soll. Die behördliche Mitwirkung funktioniere oft nicht und eröffne damit Missbrauchsmöglichkeiten des Nachweises.
In diesem Zusammenhang verweist die BDSV auf die seit Jahren vorgebrachte Klage, dass die abgemeldeten Altfahrzeuge zu mehr als 80 Prozent den deutschen Markt verlassen. Dies habe dazu geführt, dass Demontage- und Shredderbetriebe für einen immer kleineren Anteil – im Jahr 2008 etwa 400.000 Altautos von mehr als drei Millionen gelöschten Fahrzeugen – teure Aufbereitungsanlagen vorgehalten haben, ohne entsprechende wirtschaftliche Auslastung. Dies könnte in 2009 nun deutlich günstiger aussehen. „Wir gehen davon aus, dass mindestens 200.000 Fahrzeuge mehr in der Verwertung ankommen, was einer Steigerung von immerhin 50 Prozent entsprechen würde“, sagte Ulrich Leuning. Die BDSV habe die Hoffnung, dass endlich die über 100 Millionen Euro, die seit Inkrafttreten der Altfahrzeugverordnung in der Shredderwirtschaft investiert wurden, auch Früchte tragen werden.
Als positiven Effekt der „Umweltprämie“ streicht die BDSV heraus, dass die Rohstoffe aus der Verwertung Deutschland erhalten bleiben. Allein der durchschnittliche Schrottanteil eines Altfahrzeuges liegt bei 75 Prozent. Dieser wird direkt der Stahlindustrie zugeführt. Die Prämie dient aber auch der Luftreinhaltung, da die Fahrzeuge durch moderne Modelle ersetzt werden müssen und durch das Verbot des sonst üblichen Gebrauchtwagenexports auch in anderen Teilen der Welt nicht mehr zur Luftbelastung beitragen können.
Die Umweltprämie von 2.500 Euro soll nach Vorstellung der Bundesregierung nur dann ausgezahlt werden, wenn das Altfahrzeug ein Mindestalter von neun Jahren erreicht hat. Anträge können nur von Privatpersonen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Insgesamt sollen den Angaben zufolge bis Ende dieses Jahres 1,5 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. „Von der Prämie können also im günstigsten Fall 600.000 Fahrzeughalter profitieren“, stellt die BDSV fest.
Weitere Informationen:
BAFA: Frankfurter Str. 29-35, www.bafa.de, Mail: umweltpraemie@bafa.bund.de,
Förderrichtlinie: http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/index.html,
Antrag: http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/umweltpraemie/dokumente/index.html
Quelle: BDSV
Ähnliche Artikel:
Artikel vom: 02.02.2009 16:19
| Zurück |
|


