Hatten die Entsorger in den Wochen zuvor manchmal drastische Worte gebraucht, um den Papierfabriken ob der dramatisch gesunkenen Altpapierpreise Vorwürfe zu machen, klangen jetzt beide Parteien in seltener Einmütigkeit besorgt. Trotz der rückläufigen Nachfrage nach Altpapier müsse weiter an der Getrennterfassung und der stofflichen Nutzung von Altpapier festgehalten werden, teilten der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) und der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP), in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Was ist geschehen? Nach mehrjährigen Höhenflügen sind die Altpapierpreise seit Mitte 2008 auf Langzeittiefstände gefallen. Ein Beleg, dass die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise auch die Papierindustrie erreicht hat. Die Märkte für Papier in Deutschland, Europa und sogar weltweit schrumpfen. Die Konsequenz ist auch eine deutlich gesunkene Nachfrage nach Altpapier. Während einige Papierfabriken mit vorübergehenden Stilllegungen reagieren, hat die Branche insgesamt ein Restrukturierungsprozess erfasst. Nicht mehr konkurrenzfähige Anlagen oder Standorte werden geschlossen, gar nicht zu reden von den Unternehmen, die nicht zuletzt von den dramatisch gestiegenen Energiepreisen in die Insolvenz getrieben wurden. Alles zusammen hat auf dem Altpapiermarkt zu einem bedrohlichen Verfall der Nachfrage und nach den Gesetzen des Marktes auch der Preise geführt. Nun ist man am Altpapiermarkt durchaus an starke Schwankungen gewohnt, diese...
Den ganzen Artikel lesen Sie in der Fachzeitschrift SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 02/2009!
Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE
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