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Im Jahr 2008 hat das Schweizer Unternehmen SWICO Recycling 50.753 Tonnen ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte gesammelt. Dies entspricht einer Zunahme von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Geschäftsführer von SWICO Recycling, Paul Brändli. Am meisten zugelegt hat dabei das Recycling von LCD und Laptops. Unbefriedigend ist jedoch nach wie vor die Rücklaufquote bei den Mobiltelefonen. SWICO Recycling setzt sich deshalb 2009 verstärkt für das Handy-Recycling ein.

Von jährlich 1,72 Millionen verkauften PC gelangen 85 Prozent zu den Abgabestellen, von jährlich 2,8 Millionen verkauften Handys aber nur 15 Prozent. Ein kleiner Teil wird an Freunde und Familie weitergegeben oder privat verkauft, der Rest landet in der Schublade - das sind 8 Millionen Geräte oder 1000 Tonnen nicht recycelte Wertstoffe. Dabei wäre die Rückgabe der ungebrauchten Handys von grossem Nutzen für die Umwelt: "Etwa 40 Prozent des Materials lassen sich wieder verwerten, 50 Prozent können verbrannt und als Energiequelle genutzt und 10 Prozent müssen als Schadstoffe speziell entsorgt werden", sagte Paul Brändli.

Am meisten zugenommen hat das Recycling von LCD (+ 97,8 Prozent) und Laptops (+ 62,7 Prozent). Bei den LCD ist dies vor allem auf die Ablösung der ersten Generation der modernen Flachbildschirme zurückzuführen sowie auf die rasant gestiegene Nachfrage nach so genannten HD-Ready-Fernsehgeräten, die zum Preiszerfall beigetragen hat. Laptops ersetzen immer öfter den Desktop, aufgrund ihrer flexibleren Nutzungsmöglichkeiten und des geringeren Platzbedarfs bei gleicher Leistung.

Die Empa St. Gallen hat auch 2008 die Stoffflüsse in den Recyclingbetrieben überprüft und mit Hilfe von Verarbeitungsversuchen erhoben, wie sich die gesammelten Altgeräte auf die verschiedenen Fraktionen aufteilen: Rund 24 000 Tonnen oder knapp die Hälfte (47,3 Prozent) der verarbeiteten Fraktionen waren Metalle wie Eisen, Aluminium, Kupfer und Chromstahl. Den zweiten Platz belegten mit 11 977 Tonnen (23,6 Prozent) die Kunststoffe, gefolgt von 7816 Tonnen Bildröhrenglas (15,3 Prozent). Rund 406 Tonnen (0,8 Prozent) der verarbeiteten Menge waren Schadstoffe, unter anderem aus Batterien, Kondensatoren und quecksilberhaltigen Bauteilen. Die schadstoffhaltigen Komponenten werden durch die Recyclingbetriebe separiert und einem speziellen Verwertungs- und Entsorgungsprozess zugeführt.

Seit der Gründung 1994 wurden durch SWICO Recycling insgesamt rund 350 000 Tonnen Material gesammelt, verwertet und in den Produktkreislauf zurückgeführt. Das System, das nun seimnen 15. Geburtstag feiert, ist mittlerweile etabliert und international als Pionierleistung bekannt. Die Zahl der Konventionsunterzeichner ist von anfangs 30 auf 630 gestiegen, jeder kennt die vorgezogene Recyclinggebühr (vRG), und in der Schweiz gibt es keine Gerätedeponien in den Wäldern - Kunden können Elektronikaltgeräte in 6000 Geschäften und an 500 öffentlichen Sammelstellen kostenlos zurückgeben. "Wir recyceln heute beinahe 15 Mal soviel wie 1994", erklärte Paul Brändli. "Die Gesamtkosten pro Kilogramm entsorgtes Material konnten wir hingegen trotz Teuerung halbieren."

Die strategischen Ziele - auch über 2009 hinaus - umriss Paul Brändli mit den Stichworten Marktabdeckung und Rücklaufquote: Deckt SWICO Recycling aktuell 85 bis 90 Prozent des Marktes ab, werden für die Zukunft 95 Prozent angestrebt. Zudem soll die Rücklaufquote von heute 85 auf 90 Prozent gesteigert werden. Und nicht zuletzt gilt es, SWICO Recycling in der Öffentlichkeit noch stärker als Qualitätslabel für nachhaltigen Elektronikkonsum zu verankern.

Quelle: SWICO

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Artikel vom: 02.04.2009 10:06
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