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Zagreb - Kroatien muss 20 Milliarden. Kuna (= 2,68 Milliarden Euro) in die Abwasserentsorgung investieren, will der Beitrittskandidat die EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser voll erfüllen. So schätzt es die offizielle Strategie zum Wassermanagement. Insbesondere in ländlichen Gegenden ist das Entsorgungsnetz schlecht ausgebaut. Über 57 Prozent der Bevölkerung verfügen über keinen Anschluss an die Kanalisation. Darüber hinaus wird mit hohen Investitionen der Industrie gerechnet, die ihre Abwässer zu 73 Prozent selbst behandelt.

Kroatien hat in den letzten Jahren bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Abwasserentsorgung zu verbessern. So stellte die Regierung laut Strategie zum Wassermanagement zwischen 2004 und 2008 etwa 1 Milliarde Kuna für elf Programme zum Wasserschutz in 15 der insgesamt 21 Gebietskörperschaften des Landes bereit.

Das größte laufende Programm zur Abwasserentsorgung ist das sogenannte Adria-Projekt, in das auch Weltbankkredite fließen. Ermöglicht werden der Ausbau und die Modernisierung von Kanalisation und Klärung sowie der Ableitung ins Meer in vielen Orten an der Küste und auf den Inseln. In einer ersten Phase von 2005 bis 2008 wurden laut Strategie zum Wassermanagement bereits 80 Millionen Euro bereit gestellt.

In der laufenden Periode von 2009 bis 2011 sollen 120 Millionen Euro investiert werden und zwischen 2012 und 2014 nochmals 80 Millionen Euro.

Laut Strategie zum Wassermanagement hatten 2007 nur 43 Prozent aller Einwohner Kroatiens Anschluss an die öffentliche Abwasserentsorgung. In regionaler Hinsicht verzeichneten - außer in den urbanen Zentren - die Einwohner an der Nordküste die höchste Anschlussrate an die Kanalisation (58 Prozent), während es an der südlichen dalmatinischen Küste am wenigsten waren (31 Prozent).

Deutlich höher fiel die Quote in Städten mit über 50.000 Einwohnern (81 Prozent) und mit mehr als 10.000 Bürgern (74 Prozent) aus.

In Orten mit weniger als 2.000 Menschen gab es dagegen kaum eine öffentliche Kanalisation (6 Prozent), in diesen Gemeinden waren bei der letzten Volkszählung 2001 jedoch 39 Prozent der kroatischen Bevölkerung registriert. In Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern betrug die Quote dagegen nur 25 Prozent.

Geschäftschancen bestehen daher insbesondere auch für moderne lokale Abwassersysteme, die auf kleine und eventuell zerstreute Orte zugeschnitten sind. Zudem besteht Bedarf an modernen Sammel- und Behandlungseinheiten für Selbstentsorger, sowohl bei Haushalten als auch bei gewerblichen Nutzern.

Weitere Detailinformnationen unter gtai.de.

Autor: Torsten Paul

Quelle: Germany Trade & Investment

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Artikel vom: 09.04.2009 11:36
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