Düsseldorf - Die Abfall-Importe nach und die Abfall-Exporte aus Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2008 weiter gesunken. Dies geht aus der aktuellen Jahresübersicht 2008 des dortigen Umweltministeriums hervor.
So betrug im Jahr 2008 die Menge der insgesamt importierten Abfälle noch 1,72 Millionen Tonnen, was einen Rückgang um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um rund 42 Prozent gegenüber dem Höchststand im Jahr 2004 bedeutet. Aber auch die Abfall-Exporte in andere Staaten nahmen gegenüber dem Vorjahr 2007 weiter ab, und zwar deutlich um 36 Prozent auf 327.000 Tonnen.
Beim Abfall-Import insgesamt wie beim Import von gefährlichen Abfällen dominieren als Versandstaaten weiterhin eindeutig die Niederlande, gefolgt von Belgien. Vergleichbares gilt auch für die Abfall-Exporte. „Beides ist grundsätzlich mit dem Prinzip der Nähe vereinbar. Eine Verbringung in oder aus Staaten außerhalb Europas ist unverändert verschwindend gering. Gefährliche Abfälle werden in diese Staaten überhaupt nicht ausgeführt", erläuterte der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg.
Die öffentliche Diskussion über grenzüberschreitende Abfallverbringungen konzentriert sich auf die klassischen Beseitigungswege, vor allem Abfallverbrennung, zum Teil auch Deponierung. Diese spielen aber in der Entsorgungswirklichkeit kaum eine Rolle. Beim Abfall-Import und –Export sind die Entsorgungsstrukturen sehr komplex. Es dominieren eindeutig Verwertungsverfahren, bei denen Wertstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden.
Uhlenberg nimmt die Vorstellung der aktuellen Import- und Exportdaten zum Anlass, folgende Aspekte zu betonen:
* Abfälle gewinnen an Bedeutung als Sekundärrohstoffe und ersetzen zunehmend endliche Primärrohstoffe.
* (Importierte) Abfälle werden in zunehmendem Maße so aufbereitet, dass sie in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können.
* Die Anlagentechnik in Nordrhein-Westfalen besitzt einen hohen technischen Sicherheitsstand, der das Risikopotential minimiert.
Der Umweltminister legt Wert darauf, dass durch Abfallimporte zwingend eine Beeinträchtigung der Bevölkerung und der Entsorgungssicherheit in NRW ausgeschlossen bleiben muss.
Einzelheiten und eine Langfassung im Internet sind zu finden unter umwelt.nrw.de.
Quelle: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
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