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Außerdem fordert die „Allianz für Mehrweg" aus Wirtschafts- und Umweltvertretern von der Politik eine stärkere und schnell kommende Unterstützung für das klima-freundliche und den Mittelstand fördernde Mehrweg-Getränkesystem. Einweg- und Mehrweg-Getränkeverpackungen müssten für Verbraucherinnen und Verbraucher eindeutig gekennzeichnet werden. Außerdem sei es angesichts des mit Hilfe von Einweg-Dumpingpreisen geführten Verdrängungskampfes der Discounter gegen den mehrweg-orientierten Mittelstand notwendig, das Einwegpfand um eine wirksame Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent pro Flasche zu ergänzen. Anders werde das in der Verpackungsverordnung verbindlich festgeschriebene Ziel eines Anteils von 80 Prozent ökologisch vorteilhafter Verpackungen nicht erreicht.
„Die Politik muss Mehrweg effektiver als bisher schützen. Vor allem Discounter wie Aldi und Lidl versuchen das einst ideengebende System für eine nachhaltige Kreislaufwirt-schaft sturmreif zu schiessen. Wir brauchen zusätzlich zum Pfand eine Lenkungsabgabe auf Wegwerfverpackungen und eine klar unterscheidbare Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg", forderte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). Eine politische Unterstützung des Mehrwegsystems sei eine handfeste klimapolitische Entscheidung. Würden allein die rund 21 Milliarden Liter alkoholfreie Getränke, die in Deutschland jährlich konsumiert werden, ausschließlich in Mehrwegflaschen abgefüllt, würde das die Atmosphäre im Vergleich zur Abfüllung in Einwegverpackungen um jährlich 1,25 Millionen Tonnen CO2 entlasten, rechnete Resch vor. Das entspräche dem jährlichen CO2-Ausstoß von rund 575.000 Mittelklasseautos (15.000 Km/Jahr).
Weitere Informationen zur Kampane unter duh.de.
Quelle: DUH
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