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Berlin - Die deutsche Recycling- und Entsorgungsbranche hat ein beachtliches volkswirtschaftliches Potential. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erstellte Forschungsstudie der Institute GIB (Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH) und ARGUS (Statistik und Informationssysteme in Umwelt und Gesundheit GmbH).

Ziel der Studie war es, die unzureichende Informations- und Datenbasis aufzuarbeiten und somit die wirtschaftliche Bedeutung der Branche möglichst auch quantitativ zu erfassen. Im Rahmen der Studie wurde ein mengenspezifischer Ansatz entwickelt und angewendet. Dadurch behalten viele Aussagen trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise weitgehend ihre Gültigkeit.

Zu den Ergebnissen der Studie, basierend auf dem Bezugsjahr 2006, zählen:

- Das Abfallaufkommen, das in Aufbereitungs-, Verwertungs- oder Beseitigungsanlagen verbracht wurde, betrug ca. 305 Millionen Tonnen. "Bau- und Abbruchabfälle" standen dabei mit einem Anteil von 60 Prozent an erster Stelle. "Abfälle aus Produktion und Gewerbe" hatten einen Anteil in Höhe von 11 Prozent, gefolgt von "Siedlungsabfällen" sowie "Gefährlichen Abfällen" mit einem jeweiligen Anteil in Höhe von rund 6 Prozent.

- Auf Basis des stoffstromspezifischen Ansatzes wurde für die Recycling- und Entsorgungsbranche eine Beschäftigtenzahl von ca. 157.500 ermittelt.

- Differenziert nach Wertschöpfungsstufen sind die Stufen "Sammlung, Umschlag und Transport" sowie "Sortierung und Aufbereitung" am beschäftigungsintensivsten.

- Der Branchenumsatz wird für das Bezugsjahr 2006 auf 37,5 Milliarden Euro geschätzt; der durchschnittliche Umsatz pro Beschäftigten beträgt rd. 238.000 Euro.

- Die Branche trägt wesentlich zur Realisierung der Kreislaufwirtschaft und damit zum Schutz der Umwelt - auch durch eine Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase - bei. Gleichzeitig leistet sie einen wichtigen Beitrag zur nationalen und internationalen Rohstoffversorgung.

- Die auf die In-Verkehr gebrachten Mengen bezogenen Einsatzquoten erreichen bei Altpapier und Altglas mit ca. 72 Prozent bzw. 56 Prozent die höchsten Werte.

- Bezogen auf die erfasste Abfallmenge erreichen die Stoffströme Altpapier, Altglas und Altmetalle Verwertungsquoten zwischen 94 und 98 Prozent.

Die vollständige Studie kann unter bmwi.de(1) heruntergeladen werden; eine Kurzfassung steht unter bmwi.de(2).

Quelle: pressebox

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Artikel vom: 28.04.2009 12:01
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