Gemeinsamer Aktionstag von Umweltministerium und Initiative Pro Recyclingpapier informiert über Einsparpotenziale zum Schutz von Klima und natürlichen Ressourcen – Landeshauptstadt Hannover vorbildhaft.
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| Initiative Pro Recyclingpapier |
Recyclingpapier spart 50 Prozent Wasser und Energie
Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), verwies auf die erheblichen Einsparpotenziale, die sich mit Recyclingpapier erzielen lassen. „Bei der Herstellung von Recyclingpapier lassen sich im Vergleich zu Frischfaserpapier allein im Bereich Energie und Wasser rund 50 Prozent einsparen. Würde zum Beispiel alles Kopierpapier, das Deutschland jährlich nutzt, aus Recyclingpapier stammen, ließe sich mit dem gesparten Wasser über die Hälfte des Steinhuder Meeres füllen (1). Mit dem Aktionstag möchten wir diese Effekte ins Bewusstsein von Verbrauchern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen rufen“, so Michael Söffge.
Am Beispiel des überdimensionierten Büroordners an der Ecke Schillerstraße/Georgstraße wurden die Einspareffekte von Recyclingpapier veranschaulicht: Sein Volumen entspricht der Menge an Büropapier, die Deutschland etwa alle 15 Minuten verbraucht – rund 24 Tonnen. Mit der Herstellung von Recyclingpapier in der dargestellten Menge des Ordners werden allein rund 156.000 Kilowattstunden eingespart. Dies ist der Jahresstromverbrauch von ca. 40 Vier-Personen-Haushalten. Gleichzeitig entspricht das Volumen des Ordners einer Einsparung an CO2-Emissionen, wie sie ca. 70 PKW auf der Strecke von Hannover nach Frankfurt produzieren (2).
Niedersächsische Kommunen vorbildlich
Zahlreiche Städte in Niedersachsen sind bereits vorbildhaft bei der Verwendung von Recyclingpapier. Bei den erstmals im vergangen Jahr ermittelten Daten zum Papierverbrauch deutscher Großstädte belegen gleich zwei Städte aus Niedersachsen Plätze unter den ersten zehn. Während Hannover im bundesweiten Vergleich den zehnten Platz von 65 teilnehmenden Städten einnehmen konnte, schaffte es Oldenburg sogar auf Platz drei (3).
(1) Berechnung basierend auf Ergebnissen der Studie des IFEU-Instituts Heidelberg (2008) und Umweltbundesamt
(2) Grundlagen der Berechnung: Ergebnisse der Studie des IFEU-Instituts Heidelberg (2008), BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
(3) Quelle: Papieratlas 2008 www.papieratlas.de Quelle: Initiative Pro Recyclingpapier / Nissen Consulting
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Artikel vom: 18.06.2009 01:21
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