Mit der herausragenden Bedeutung der Rohstoffsicherung für die Industrienationen und mit Fragen des Stoffstrommanagements befasst sich heute eine Tagung des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums und der Fachhochschule Trier.
Mainz – „Unser Ziel ist eine nachhaltige Industrie, die durch die Optimierung der Stoff- und Energieströme mehr Wertschöpfung erreicht und gleichzeitig die Umweltbelastungen und Kosten reduziert“, sagte Umweltministerin Margit Conrad zur Eröffnung. Der Bedarf an Rohstoff- und Energieeffizienz stelle nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance dar. Er fördere Innovationen in Umwelttechnologien – von der Abfallsortierung über moderne Aufbereitungs- und Verwertungstechnologien bis hin zu einer optimierten Logistik.
In Rheinland-Pfalz werden bereits 65 Prozent des Gesamtabfallaufkommens aus privaten Haushalten verwertet. Damit befindet sich das Land im bundesdeutschen Vergleich in der Spitzengruppe. Bei der Menge getrennt erfasster Wertstoffe nimmt Rheinland-Pfalz nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mit 167 Kilo pro Einwohner im bundesweiten Vergleich sogar Platz 1 ein.
![]() |
| Pixelio |
Leitfaktor für Wettbewerbsfähigkeit
Dennoch ist nach den Worten der Umweltministerin eine weitere Steigerung der Rohstoff- und Energieeffizienz möglich. Eine Maßnahme ist unter anderem eine verstärkte Nutzung des energetischen Potenzials der Biomasse, zum Beispiel bei Bioabfällen, die in Kantinen und Gaststätten, als Produktionsreste in der Lebensmittelindustrie, in landwirtschaftlichen Betrieben, in Gärten, Parkanlagen und der Landschaftspflege anfallen. 15 Prozent des Primärenergieverbrauchs könnten laut Experten durch Bioenergie gedeckt werden.
Conrad: „Die effiziente energetische Verwertung von organischen Abfällen und Reststoffen wird zum Leitfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und setzt eine bessere Verzahnung zwischen Abfall- und Energiewirtschaft voraus. Hierbei spielen die Kommunen eine Schlüsselrolle, da sie die Akteure vor Ort am besten zusammen führen können. Stoffstrom- und Energiekonzepte müssen miteinander verbunden werden.“
Rheinland-Pfalz hat diesbezüglich Beratungsstellen für kleine und mittlere Betriebe eingerichtet. Zurzeit wird auch ein „Kompetenzzentrum Ressourceneffizienz und Stoffstrommanagement“ als zentraler Ansprechpartner für Kommunen und Unternehmen geschaffen. Die internetbasierten Informationsplattformen Effnet und Pius ergänzen das Förderangebot für regionale Stoffstrommanagementkonzepte. Quelle: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz
| Zurück |
|



