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Der für den Handel mit Altmetallen vorgesehene branchenbezogene Systemwechsel zu Reverse Charge ab Januar 2010 ist passé, urteilt der Verband Deutscher Metallhändler e.V. (VDM). Reverse Charge bezeichnet die Umkehr der Steuerschuldnerschaft vom Leistungserbringer auf den Leistungsempfänger für Lieferungen von Altmetallen und Schrott.

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Im Juni scheiterte die Verabschiedung des “Dritten Gesetzes zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes“ im Deutschen Bundestag wegen unterschiedlicher Auffassungen über die steuerliche Bewertung von Postdienstleistungen. Nach Ansicht des VDM ist daher eine Umsetzung des gesamten Gesetzespakets oder auch nur einzelner Vorhaben daraus noch in dieser Legislaturperiode immer unwahrscheinlicher.

Aus Sicht des VDM ist damit eine wichtige Chance vertan, das deutsche Umsatzsteuerrecht für den Handel mit Altmetallen und Schrotten zukunftsfähig zu machen und Wettbewerbsverzerrungen zu beheben. So stellen die gegenwärtig innerhalb der Europäischen Union unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze für Schrotte einen spürbaren Wettbewerbsnachteil für deutsche Metallhandelsunternehmen dar und machen Umsatzsteuerbetrug überhaupt erst lohnend.

Die Umsetzung des Systemwechsels zu Reverse Charge sollte - so der VDM - deshalb eines der ersten Ziele einer neuen Regierung sein.

Quelle: Verband Deutscher Metallhändler e.V.

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Artikel vom: 02.07.2009 08:41
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