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Aus zwei verheerenden Weltkriegen mit allen ihren wirtschaftlichen Folgen konnte sich die neutrale Schweiz erfolgreich heraushalten, doch gegen die derzeitige Weltwirtschaftskrise inmitten weitgehend friedlicher Zeiten ist selbst am Finanzplatz Schweiz kein Kraut gewachsen.

ZPK
Dies musste auch Frank Ruepp, Präsident des Verbandes der Schweizerischen Zellstoff-, Papier- und Kartonindustrie (ZPK) in seinem Editorial zum ZPK-Jahresbericht 2008 eingestehen. „Nach ersten Sturmwarnungen im Sommer entwickelte sich das Berichtsjahr namentlich im vierten Quartal zu einem gesamtwirtschaftlichen Desaster globalen und historischen Ausmasses (...) Selbstverständlich blieb unsere Branche vom Soge der zitierten Krise nicht verschont“, stellt der ZPK-Präsident und Vorsitzende der Geschäftsleitung der Perlen Papier AG fest.

Zu den großen Enttäuschungen gehörte nach Ruepp die Produktionseinstellung des Zellulosewerks Borregaard im solothurnischen Luterbach. Neben der Kostenexplosion wurde das Ende des Traditionsunternehmens durch den Zusammenbruch am Markt für Spezialzellulose zugunsten textiler Anwendungen herbeigeführt.

Freilich war der generelle Wirtschaftsaufschwung bereits in den vorangegangenen Boomjahren ein Stück weit an der europäischen und schweizerischen Papierindustrie vorbeigezogen. „Für diese Entwicklung“, stellt Ruepp fest, „standen weltweite Überkapazitäten, exorbitante Rohstoffkosten, explodierende Energiepreise und ungünstige Währungsrelationen.“

Absatz nur leicht gesunken
Im internationalen Vergleich kam die Schweizer Papier- und Kartonindus­trie 2008 mit einem blauen Auge davon. Das Produktionsvolumen ist im Berichtsjahr stabil geblieben.

Lesen Sie mehr in der SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 07/2009, Seite 10 ...

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 02.07.2009 16:07
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