Solarunternehmen aus China, Taiwan und Japan erobern den europäischen Photovoltaikmarkt. Deutsche Branchenführer verlieren immer mehr Marktanteile.
Brüssel – Der europäische Photovoltaikverband EPIA befürchtet einen zunehmenden Verdrängungswettbewerb auf dem deutschen und europäischen Photovoltaikmarkt durch Konkurrenzprodukte aus Fernost. Von dem zu erwartenden Nachfrageboom nach Solaranlagen würden in den nächsten fünf Jahren vor allem Hersteller aus China, Taiwan und Japan profitieren, während die bisherigen Technologieführer kaum mit Absatzsteigerungen rechnen könnten.
Viele deutsche Spitzenanbieter sehen sich schon heute einem massiven Preiskampf mit asiatischen Solarunternehmen ausgesetzt, die inzwischen wesentlich günstiger Module in vergleichbar guter Qualität herstellen können, und lagern deshalb Teile ihrer Produktion in Niedriglohnländer aus. EPIA prognostiziert daraus resultierend einen Preisverfall auf dem Solarmodulmarkt, wodurch die Nachfrage der Verbraucher nach Solaranlagen steigen würde. In Deutschland könnte sich die Solarleistung bis zum Jahr 2013 auf über 17.000 Megawatt erhöhen, einige Szenarios gehen sogar von 21.000 Megawatt aus.
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