Berlin - Jährlich fallen in Deutschland 120 Millionen quecksilberhaltige Energiesparlampen zur Entsorgung an. Doch nur wenige Städte bieten den Bürgerinnen und Bürgern ausreichend und leicht erreichbare Sammelstellen für quecksilberhaltige Energiesparlampen an. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe e.V.(DUH).
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| Foto: Pixelio / wrw |
„Deutschland blamiert sich durch die viel zu niedrige Erfassungsquote ausgedienter Energiesparlampen. Kommunen und Hersteller verstoßen gegen Recht und Gesetz, wenn sie gemeinsam keine sowohl quantitative als auch qualitative Verwertung der Altlampen sicherstellen“, kritisierte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Ohne eine grundlegende Überarbeitung des derzeitigen Pseudo-Sammelsystems wird es nicht gelingen, eine 80-prozentige Erfassungsquote zu erreichen, wie es die DUH für erforderlich hält. Wir brauchen ein ausreichend dichtes Netz an Sammelstellen für Altlampen. Wenn es nicht gelingt, dass sich alle Beteiligten ihrer Verantwortung bewusst werden, muss ansonsten über ordnungsrechtliche Maßnahmen nachgedacht werden.“
Zusätzlich zu den kommunalen Wertstoffhöfen könnten - so Resch - beispielsweise in öffentlichen Gebäuden Sammelbehälter aufgestellt werden. Dringend erforderlich sei aber insbesondere die kurzfristige Schaffung von effizienten Rücknahmesystemen im Handel. „Energiesparlampen sollten grundsätzlich dort abgegeben werden können, wo neue verkauft werden.“
Die DUH hat 42 Groß- und Landeshauptstädte untersucht. Rund ein Viertel der befragten Städte hat das Angebot zur kostenlosen Abgabe von alten Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren erweitert. Bei den untersuchten Städten mit weniger als 500.000 Einwohnern verbesserte sich der Durchschnitt von 78.098 Einwohnern im Jahr 2007 pro kommunaler Sammelstelle auf 127.181 Einwohner im Jahr 2008. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern gibt es 2007 durchschnittlich eine feste Sammelstelle für 113.939 Einwohner, im Jahr 2008 eine Sammelstelle pro 171.501 Einwohner.
Weitere Informationen zu Altlampen unter duh.de. Quelle: DUH
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Artikel vom: 15.07.2009 07:59
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