Frankfurt/Main - "Nach sehr vielen klein- und mittelständischen Betrieben der Altpapierentsorgungsbranche muss nun auch die IG PARO e.V. ihre Aktivitäten einstellen. Die IG PARO repräsentierte anfänglich ca. ein Drittel des Altpapieraufkommens in Deutschland (ca. 5 Mio. Tonnen). Die mit der Weltwirtschaftskrise einhergehende Rohstoffkrise hat die Altpapierbranche besonders hart getroffen. Wirtschaftlich hieraus nachvollziehbare Eigeninteressen der einzelnen Mitgliedsfirmen der IG PARO e.V. führten zu einem massiven Mitgliederschwund beginnend im November 2008. Hieraus resultierte eine wirtschaftliche Existenzbedrohung der IG PARO e.V. Die IG PARO e.V. wird auf Grund dieser irreversiblen Entwicklung ihre Geschäftstätigkeit zum 31.7.2009 einstellen," erklärte Dr. Werner Templin, Geschäftsführer der IG PARO e.V.
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| IG PARO e.V. |
„Leider haben sich nicht alle Wortführer aus der Gründungsphase der IG PARO e.V. an ihre damaligen Versprechen gehalten und sind leider nicht Mitglied der IG PARO e.V. geworden. So gilt eben leider nicht mehr `Ein Mann, ein Wort´ und das haben wir zur Kenntnis nehmen müssen“ erläuterte Rolf Kühl, Präsident der IG PARO e.V.
Die IG PARO hat - nach eigener Einschätzung - in ihrer Zeit sehr viel bewegt. Neben einer sehr intensiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und einem viel beachteten Newsletter zur internationalen Altpapierlage ist es der IG PARO gelungen, dem Altpapier mit ersten Erfolgen die Bedeutung zu geben, den es im Rahmen des Recyclingkreislaufes verdient hat. Die Arbeit mit politischen Ansprechpartnern war sehr erfolgreich und bleibt auch weiterhin erfolgversprechend.
„Wir bedanken uns bei Allen, die fair und die Regeln des guten Journalismus beachtend mit uns umgegangen sind. Altpapier bedarf einer Lobbyarbeit, die nun hoffentlich nicht wieder nur en passant wahrgenommen wird. Die jetzigen Erfolge der Kommunen beim Bundesverwaltungsgericht sind Grabsteine der gewerblichen Altpapierunternehmen. Wir hinterlassen hier einen Acker, der intensiv bearbeitet werden muss; leider sind wir wirtschaftlich nicht mehr dazu in der Lage. Wir wünschen allen gewerblichen Altpapierunternehmen für die Zukunft Glück und wirtschaftliches Fortbestehen“ sagte Dr. Templin.
Und weiter: „Die IG PARO e.V. steht noch bis zum 31.7.2009 den Marktteilnehmern als Ansprechpartner zur Verfügung. Unsere Mitarbeiter konnte ich glücklicherweise mit neuen Arbeitsplätzen versorgen; nun muss ich mir selbst noch eine neue berufliche Herausforderung suchen.“ Quelle: Interessengemeinschaft Papierrohstoffe e.V.
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