Bad Honnef - Weltweit einzigartige Rückgewinnungsanlagen für Zink betreibt die CMA Corporation Limited - in strategischer Partnrschaft mit der Scholz AG - an den Standorten Melbourne/ Australien und Chicago/ USA. Mit den Anlagen ist es möglich, Zink aus galvanisiertem Stahl zurück zu gewinnen. Galvanisierung bedeutet die Oberflächenveredlung mit Zink, um einen guten Schutz gegen Korrosion zu erhalten.
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| Scholz-Gruppe |
Im Meretec-Prozess wird das Zink abgeschieden, bevor der Stahl geschmolzen wird. Auf diese Art und Weise erhält man zwei Fraktionen: Schwarzer Stahlschrott sowie Zink-Pulver mit einer Reinheit von 99 Prozent. Insgesamt gliedert sich der Prozess in 6 Schritte:
1. Verzinkte Schrottbleche aus Fahrzeugen, Gebäuden oder aus anderen Produkten werden zu faustdicken Stücke geshreddert.
2. Die geshredderten Bleche werden in eine Reaktortrommel überführt, wo eine beizende Lösung die Zinkbeschichtung von der Oberfläche des Stahls löst.
3. Der entzinkte Stahl wird gewaschen und Korrosionsinhibitoren werden zugesetzt, um ein trockenes und sauberes Produkt für die Stahlhütten und Gießereien zu erzeugen.
4. Die Lösung wird gereinigt, um Schmutz und andere Elemente zu entfernen, welche die Zinkrückgewinnung beeinträchtigen könnten.
5. In Galvanikzellen wird das Zink von der Lösung separiert. Die Lösung wird in die Reaktortrommel zurückgeführt und gewaschen.
6. Das Zink wird in einer Zentrifuge getrocknet und verpackt.
In der Stahlindustrie gibt es einen hohen Bedarf an qualitativ hochwertigem und sauberem schwarzen Fe-Schrott (“Meretec Meltstock”). Darüberhinaus können die Stahlwerke nur geringe Anteile an Zink in der Schmelze tolerieren. Die innovative Zink-Rückgewinnung der CMA Corporation ist eine Möglichkeit, vor allem die Produkte, die hohe Mengen an verzinktem Stahl enthalten wie z.B. Fahrzeugen, einer Verwertung zu unterziehen. Sie reduziert nicht nur Kosten durch höhere Schmelzausbeuten, sie generiert auch weniger Abfall. Insgesamt können pro Jahr nach Auskunft der Experten etwa 3000 Tonnen gefährlicher Abfall vermieden werden. Zudem erzielt man einen erheblichen Ressourceneffekt, denn Zinkerze haben – wie viele andere Metalle – nur noch eine statistische Reichweite von 20-30 Jahren. Jährlich werden etwa 9 Millionen Tonnen verbraucht; bisher wird nur ein kleiner Anteil davon weltweit zurückgewonnen.
Die Zink-Rückgewinnungsanlagen an den Standorten Melbourne und Chicago haben eine Jahreskapazität von jeweils 120.000 Tonnen und können damit jährlich je etwa 118.000 Tonnen sauberen schwarzen Stahlschrott und 2.000 Tonnen reines Zink-Pulver zurückgewinnen. Schwarzer Stahlschrott ist weltweit ein wichtiger Rohstoff für die Industrie, er muss frei sein von Verschmutzungen wie Farben, Kunststoffe, Beschichtungen und Zink. Jede Tonne Stahl, die auf diese Weise vom Zink befreit wird, spart dadurch über 1 Tonne Eisenerz, 635 kg Kohle, 55 kg Kalkstein sowie 20 kg Zink.
Nach Ansicht der Scholz-Vertreter stellt Ressourcenverfügbarkeit eines der größten Zukunftsaufgaben dar. Der Ressourcenverbrauch steigt weltweit stark, jedoch haben die meisten Metalle nur eine begrenzte Reichweite. Die entscheidenden Grenzen der Ressourcen-Verfügbarkeit liegen aber nicht in ihrem schlichten physikalischen „Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein“, sondern im Aufwand der Gewinnung, insbesondere in den Kosten und den ökologisch negativen Begleiterscheinungen der Erschließung von Minen: Nicht alle metallischen Ressourcen können bzw. ‚dürfen’ zu Reserven werden, weil der steigende Aufwand beim Abbau immer ärmerer oder problematischerer Erze an ökologische und ökonomische Grenzen stößt – auch in der Verarbeitung. Hier besteht eine ähnliche Problemlage wie bei den fossilen Energiequellen, deren Nutzung vermutlich sehr viel rascher durch Limitierungen des CO2-Ausstoßes begrenzt werden als durch „Erschöpfung“ der primären Lagerstätten. Quelle: Scholz-Gruppe
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Artikel vom: 20.07.2009 12:31
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