Die anziehende Stahlproduktion und die sinkenden Sammelmengen in der Ferienzeit lassen ein Gefühl von Rohstoffknappheit aufkommen.
Medienberichten zufolge haben sich in der vergangenen Woche die europäischen Anbieter von Fe-Schrott aus dem Exportmarkt zurückgezogen, weil nicht genügend Ware vorhanden ist. Nach Angaben aus Handelskreisen sind die Sammelmengen in Europa wegen der Ferienzeit rückläufig; viele Plätze sind geschlossen.
Aufgrund der geringen Schrottverfügbarkeit in Europa sind die Preise gestiegen; in der vergangenen Woche wurde von Notierungen zwischen 250 und 300 US-Dollar/Tonne berichtet. Auch russische Ware ist teurer: So wurde die russische Sorte A3 bis zu 15 Dollar höher gehandelt als in der Vorwoche. Trotz eines sich abschwächenden Exportmarktes ist es den amerikanischen Schrottexporteuren ebenfalls gelungen, ihre Angebotspreise oben zu halten; wegen Schrottknappheit ziehen die Preise im Inlandsmarkt an.
Die westlichen Preise sind asiatischen Verbrauchern aber zu hoch. Wie berichtet wird, decken die chinesischen Stahlwerke ihren Schrottbedarf größtenteils im eigenen Land. US- und EU-Schrotthändler versuchten – wenig erfolgreich - chinesischen Kunden die Sorte HMS 1 zu einem Preis von rund 330 US-Dollar anzubieten; ihr Verkaufsinteresse hat etwas mit der rückläufigen Nachfrage aus der Türkei zu tun.
Weil die Importe stark zurückgefahren sind, erhöhen sich in China die Inlandspreise, zumal die Bestände begrenzt sind und nach Berichten noch nicht einmal einen Monat reichen sollen. Gleichzeitig sinkt das Interesse japanischer Verkäufer am chinesischen Markt. Grund: Einige japanische Stahlhersteller haben ihre Produktion hochgefahren und aus Gründen der Bestandssicherung die Schrottpreise etwas angehoben.
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