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Auf der Jahrestagung des Verbandes Baustoff Recycling Bayern e. V. vom 18. bis 20. Juni in Oberstdorf informierten hochkarätige Referenten über die aktuelle Situation und neue Entwicklungen bei der Bauabfallentsorgung im Freistaat. Die Diskussion über die Fortschreibung des bayerischen Leitfadens für Recyclingbaustoffe hat durch die Verzögerung der vom Bund angekündigten Ersatzbaustoffverordnung erheblich an Bedeutung gewonnen.

Bauabfälle werden aufbereitet: Mobile Bauschuttbrecher-Anlage
Jochen Zellner, Landratsamt Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
In seinem Grußwort an die etwa 250 Teilnehmer der Jahrestagung 2009 des Verbandes Baustoff Recycling Bayern e. V. sicherte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Professor Dr.-Ing. Albert Göttle, deshalb zu, alle Möglichkeiten für ein „Update“ des bayerischen Leitfadens als Übergangslösung bis zum Inkrafttreten der Ersatzbaustoffverordnung zu prüfen. Der Leitfaden „Anforderungen an die Verwertung von Recyclingbaustoffen“ wurde im Juni 2005 im Zuge der Fortschreibung des Umweltpaktes Bayern vereinbart.

Verbunden damit war die Sicherung der Recyclingquote von 75 Prozent bei Bauschutt. Mit dem Leitfaden wurde die Anwendung und Güteüberwachung von Recyclingbaustoffen konkretisiert und ein wertvoller Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen sowie zur Einsparung von Deponieraum erwartet. „Das Hoffen auf eine ordnungsgemäße Umsetzung des Leitfadens für Recyclingbaustoffe im Vollzug ist zum Teil bitter enttäuscht worden“, fasste Verbandspräsident Matthias Moosleitner in Oberstdorf die momentane Situation zusammen. „Die Vorgabe des Leitfadens, dass Bauschutt für die Verwertung in technischen Bauwerken zu güteüberwachten Recyclingbaustoffen aufzubereiten ist, wird vielerorts schlichtweg ignoriert.“

Investitionen verkümmern

Laut Verband haben bereits viele Mitglieder von Baustoff Recycling Bayern e. V. im Vertrauen auf den gesetzlich verankerten Kreislaufgedanken in Aufbereitungsanlagen investiert. Nach den Vorgaben und Zielen im Bayerischen Abfallwirtschaftsplan seien vorhandene Kapazitätslücken in der Aufbereitung von Bau- und Abbruchabfällen geschlossen worden. Mittlerweile gebe es in Bayern über 100 stationäre sowie 500 mobile Anlagen.

Lesen Sie mehr in der SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 08/2009, Seite 13 ...

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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