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Italiens Strände leiden unter “Sandschwund“. Doch nun bietet eine Abfallverwertungsanlage bei Treviso eine völlig neue Lösung für das Strand-Dilemma an: synthetischen Sand aus Müll. Der Kunstsand kommt für ein Drittel des Preises von Natursand auf den Markt, sieht echtem Sand zum Verwechseln ähnlich und wurde bisher vorwiegend im Baugewerbe verwendet.

Strand
Foto: Pixelio / Rainer Sturm
Hergestellt wird der Synthetik-Sand aus normalem Abfall, der zunächst mit Hilfe von Sortierrobotern, Windmaschinen und Magneten von allen nicht verwertbaren Materialien wie Glas, Elektroschrott und Metall befreit wird. Leuchtend bunte Stoffe werden händisch aussortiert. Anschließend wird die Masse zerkleinert, erhitzt und sterilisiert. Als Endprodukt liefert die Anlage grau, braun und schwarz schimmernde Körner, die von echtem Sand mit freiem Auge nicht zu unterscheiden sind.

Carla Poli, die Direktorin der Anlage in Treviso, sieht in Stränden aus Kunstsand nur Vorteile: “Wir stellen feinen, sauberen Sand her, extrem kostengünstig und umweltfreundlich.“ Ob freilich auch die Italien-Urlauber nichts dabei finden, über Strände aus Mikro-Abfällen zu spazieren, bleibt - nach Ansicht des österreichischen Dienstleisters Umweltforum Haushalt - abzuwarten…

Die Klimaerwärmung, verbunden mit dem steigenden Meeresspiegel, setzt den Adria- und Rivierastränden in “Bella Italia“ immer schlimmer zu. Das Meer schwemmt den Sand von den Küstengebieten und lässt die Strände unaufhaltsam schrumpfen. Seit Jahren versuchen die Tourismusregionen die dadurch entstandenen Löcher mit Sand aus dem Landesinneren zu stopfen. Da aber die Nachfrage von Jahr zu Jahr steigt, wird die Sache immer kostspieliger.

Quelle: Umweltforum Haushalt (UFH)

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Artikel vom: 31.07.2009 09:48
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