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Berlin - Feinstaub und Abgase aus laufenden Schiffsmotoren belasten die Häfen. Mit einer landseitigen Stromversorgung von Schiffen könnte die Umweltsituation in den Küstenstädten deutlich verbessert werden. Dies sind die Ergebnisse einer Anhörung der FDP-Bundestagsfraktion zu Schiffsemissionen.

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FDP im Bundestag
Der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Schifffahrt und Häfen, Hans-Michael Goldmann. und der umweltpolitische Sprecher, Michael Kauch, beklagen, dass Straßen für abgasträchtige PKW gesperrt werden, jedoch bei Schiffsemissionen zu wenig passiert. Die FDP-Bundestagsfraktion wird sich deshalb in der nächsten Wahlperiode für die Landstromversorgung von Schiffen in Häfen einsetzen. Zugleich soll der Schiffsverkehr in den CO2-Emissionshandel einbezogen werden.

Auch wenn die Schifffahrt nach wie vor der energieeffizienteste Verkehrsträger ist, hat die Zunahme des Schiffsverkehrs in den letzten Jahren an den Küsten und in den Häfen zu erhöhten Emissionsbelastungen geführt. Auch wenn MARPOL, das jüngste internationale Abkommen, zu großen Verbesserungen bei einzelnen Schadstoffen führen wird, bleiben die Häfen neuralgische Punkte. So erfreulich die ersten Ansätze in diesem Bereich insbesondere in der Ostsee sind, so klar wurde es bei der Anhörung, dass für eine Landstromversorgung im großen Stil noch erhebliche Anstrengungen zu unternehmen sind.

Energiewirtschaftlich ist der zusätzliche Strombedarf in den Häfen zu decken. Allerdings ist mit schwankender Nachfrage z.B. durch große Kreuzfahrtschiffe zu rechnen. Notwendig sind Stromanschlüsse an den Kais und Stromwandler im Hafenbereich, um den unterschiedlichen internationalen Standards auf den Schiffen gerecht zu werden. Damit es durch die Landstromversorgung nicht zu übermäßig höheren Kosten kommt, sollte der Strom steuerfrei an die Schiffe verkauft werden. Dies ist auch zu rechtfertigen, denn die bisher verwendeten fossilen Kraftstoffe sind ebenfalls steuerfrei.

Der Emissionshandel braucht bei Schiffen einen globalen Ansatz. Eine Einbindung in die Minderungsziele der Nationalstaaten führt nicht zum Erfolg, weil Entwicklungsländer bisher von CO2-Minderungszielen ausgenommen sind. Es darf in der globalisierten Schifffahrt nicht passieren, dass Schiffe nur noch unter Flaggen solcher Länder fahren, die am Emissionshandel nicht teilnehmen.

Die beste Lösung ist deshalb über die Weltschifffahrtsorganisation (IMO) zu erreichen. Wenn es als Einstieg zu regionalen Lösungen kommen sollte, darf nicht die Nationalität des Schiffes entscheiden, sondern dann muss analog zum Emissionshandel im Luftverkehr jedes Schiff einbezogen werden, das einen europäischen Hafen anläuft. Ein unbürokratischer Weg wäre es, den Emissionshandel bei den Treibstoff-Händlern statt an den Reedern anzusetzen (so genannter Up-Stream-Ansatz).

Quelle: FDP Bundestagsfraktion

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Artikel vom: 03.08.2009 10:08
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