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Die Antwort der Deutschen Umwelthilfe (DUH) lautet: „Ja“. Der Umweltverband rechnet mit bis zu 100.000 Betrugsfällen. Zur „Halbzeit" der Abwrackprämie bestätigt sich den Angaben zufolge die DUH-Prognose, dass die Abwrackprämie ein „Förderprogramm für die organisierte Kriminalität" ist.

Foto: SR-Archiv
Berlin - „Die Kripo hat 50.000 Betrugsfälle registriert und damit nun die Recherchen der DUH vom Januar bestätigt", so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Nach Angaben des BDK (Bundes Deutscher Kriminalbeamter) seien fünf bis zehn Prozent der angeblich verschrotteten Wagen nach Afrika und Osteuropa transportiert worden.

Laut DUH hatte die Bundesregierung mit Blick auf die Bundestagswahl und um die Autoindustrie zu stützen die Abwrackprämie völlig ohne ökologische Standards erlassen. Resch sieht darin „ein weltweit einzigartiges Automobilabsatzförderprogramm“. Zur Erleichterung des Neuwagenkaufs sei auch weitestgehend auf die Kontrolle der Verschrottung der Altfahrzeuge sowie auf eine eigenständige Erfassung der Straftaten in der Kriminalstatistik verzichtet worden. „Dieses Programm war und ist eine Einladung zum Betrug. Mit Steuergeldern wird derzeit der Aufbau eines illegal operierenden Autohehlernetzes finanziert – und der Staat schaut bewusst weg", bilanziert Resch die aktuelle Situation.

Bereits im Januar hatte die DUH und das ARD-Magazin Monitor gezeigt, dass es ein leichtes ist, für ein Altfahrzeug einen offiziellen Verwertungs- und Verschrottungsnachweis zu erhalten und dieses Fahrzeug dann dennoch nach Polen, nach Afrika und auch innerhalb Deutschlands zu verkaufen, hebt der Umweltverband hervor. Die Test-Abwracker hätten das Auto sogar erneut in Deutschland anmelden und dennoch alle notwendigen Papiere für die 2.500 Euro Abwrackprämie erhalten können.

Quelle: DUH

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Artikel vom: 05.08.2009 13:04
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