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BellandVision, EKO-Punkt, Interseroh, Landbell, Veolia Dual und Zentek garantieren in einer gemeinsamen Qualitätsoffensive die Einhaltung von verbindlichen Standards zur Umsetzung der Verpackungsverordnung. Alle sechs Betreiber eines Rücknahmesystems für gebrauchte Verpackungen gehören dem neuen Arbeitskreis Duale Systeme im Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) an.

Berlin – Wie der Branchenverband berichtet, hat jeder der im BDE organisierten Systembetreiber eine freiwillige Selbstverpflichtung zu den auf der Internetplattform verpackv-konkret.de nachlesbaren Arbeitshilfen, Auslegungen und Leitlinien zur Umsetzung der 5. Novelle der VerpackV abgegeben. „Damit konnte bereits gut einen Monat nach Gründung des BDE-Arbeitskreises ein ganz wichtiger Meilenstein in der Sicherung der privatwirtschaftlich organisierten haushaltsnahen Verpackungsentsorgung erreicht werden“, kommentierte Markus Müller-Drexel, der den Arbeitskreis leitet.

Die Internet-Plattform verpackv-konkret.de ist den Angaben zufolge ein Kompendium aller relevanten Leitlinien und soll bei Zweifelsfällen eindeutige Hilfestellungen geben. „Hier können alle Unternehmen, die Verpackungen in Umlauf bringen, auf der Basis aktueller Veröffentlichungen, Stellungnahmen der zuständigen Behörden und einschlägiger Rechtsprechungen fundierte Antworten auf ihre Fragen erhalten. So wird u. a. die Abgrenzung zwischen Produkt und Verpackung anhand von 50 Fallbeispielen dargestellt“, informiert der BDE. „Etwa 150 weitere Beispiele sollen in Kürze die Sammlung ergänzen, um damit alle Fragen hinreichend zu beantworten.“ Weitere Themenbereiche sollen folgen.

Dieses Engagement hat einen Grund: Mit verpackv-konkret.de wollen die Beteiligten den Rückgang der bei den dualen Systemen lizenzierten Mengen stoppen, der auch durch die unterschiedliche Auslegung der Verpackungsverordnung verursacht wurde. Gleichzeitig sollen faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden, die die privatwirtschaftlich organisierte haushaltsnahe Erfassung von Verpackungen langfristig sichert. Müller-Drexel: „Nur wenn es uns gelingt, mit nachhaltiger Qualität, einheitlichen Bemessungsstandards und dem Schulterschluss mit der verpackenden Industrie zu einem gemeinsamen Verständnis zu finden, haben wir eine realistische Chance, eine kostengünstige im Wettbewerb bestehende Verpackungsentsorgung für die Zukunft sicherzustellen. Den Weg haben wir eingeschlagen, nun müssen wir ihn konsequent fortsetzen“.

Die Plattform wird durch die Betreiber der dualen Systeme finanziert, ist aber als Arbeitsgemeinschaft aus der Sachverständigengesellschaft cyclos GmbH, Osnabrück, und der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH, Wiesbaden, rechtlich selbständig und unabhängig. Über einen Fachbeirat, der laut BDE aktuell aus geeigneten Experten zusammengestellt wird, soll die Arbeit konstruktiv begleitet werden.

Quelle: BDE

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Artikel vom: 07.08.2009 12:08
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