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Nach einem ziemlich flauen Jahr aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise und dem drastischen Zusammenschrumpfen des wichtigen US-Exportmarktes um bis zu 30 Prozent positioniert sich Technologieführer Deutschland neu. Ab 2010 soll es zu einer Erholung mit starken Wachstumsraten von bis zu zehn Prozent kommen – vorausgesetzt die künftige Bundesregierung und die einzelnen Bundesländer treten nicht auf die Bremse.

pixelio/Michaela Weber
Berlin – Die deutsche Windenergiebranche geht von einem Aufbruchjahr 2010 aus. Und das trotz zunehmender Konkurrenz aus Fernost: In China ist ein schlafender Riese erwacht. Bis zum Ende des nächsten Jahres will die Volksrepublik, zusammen mit den USA der größte Energieverbraucher weltweit, 15 Prozent des bereits 2008 verabschiedeten, 400 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturprogramms in den Klima- und Umweltschutz investieren. Für den Bereich Erneuerbare Energien sollen bis 2020 weitere 440 Milliarden Dollar bereitgestellt werden, wovon neben chinesischen Solarfirmen vor allem die Windkraftanlagenhersteller des Landes profitieren dürften. So wurde in der chinesischen Provinz Gansu bereits mit dem Bau einer 100-Gigawatt-Anlage begonnen. 2015 soll sie in Betrieb gehen.

Mehr Engagement erforderlich

In Deutschland sind bislang knapp 25 Gigawatt Leistung aus Windenergie installiert. Zu wenig, um die Zielvorgaben der Bundesrepublik zu erfüllen: Um bis zum Jahr 2020 gut 50 Prozent Windstrom in das deutsche Netz zu bringen, müsste die Bundesregierung ihr finanzielles und politisches Engagement verdreifachen. Der Bundesverband WindEnergie e. V. (BWE) fordert schon länger eine Erneuerung des gesamten Windparks. Auch müssten die einzelnen Bundesländer mindestens ein Prozent ihrer Flächen für neue Anlagen zur Verfügung stellen. In Nord- und Ostdeutschland geschieht das bereits, die süddeutschen Bundesländer hingegen halten sich auffallend zurück.

Quelle: pressetext Deutschland

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Artikel vom: 12.08.2009 10:37
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