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Die seit 2009 in Kraft getretene 5. Novelle der Verpackungsverordnung führte zu neuem Wettbewerbs- und Preisdruck auf dem Entsorgungsmarkt. Das bisherige System der Selbstentsorgung soll durch Branchenlösungen und direkte Rücknahme des Vertreibers ersetzt werden. Hersteller und Handel sind erstmalig dazu verpflichtet, sich an einem dualen System zu beteiligen und ihre Verpackungen lizenzieren zu lassen. Die Menge der vergebenen Lizenzen stieg bereits an. Kleinere Anbieter von Rücknahmesystemen haben indes mit den neuen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Dies wird zu einer Verdichtung des Wettbewerbs durch Verdrängung und Neuverteilung von Marktanteilen führen. Angesichts dieser neuen Marktsituation kommt es für die Systemanbieter im Markt darauf an, die Kundenanforderungen gezielt bedienen zu können und sich so einen Vorsprung im „Wettbewerb um die Verpackung“ zu sichern.

Abb. 1: Einschätzungen der Marktakteure zur Wettbewerbsintensität in den nächsten 10 Jahren
trend:research GmbH
Bereits im Rahmen der Vorgängerauflage der Studie wurde von der Mehrzahl der Marktakteure ein starker bis sehr starker Wettbewerb in den nächsten Jahren vorhergesehen (vgl. Abb. 1). Grundsätzlich dient die deutsche Verpackungsverordnung der Verringerung der Umweltauswirkungen der Verpackungsabfälle bei ihrer Entsorgung, sei es über Rücknahme- und Pfanderhebungspflichten, Beteiligungen am Entsorgungssystem oder spezielle Anforderungen an die Verwertung. Da die bisherige Regelung aber erhebliche Mängel und Lücken aufwies, war die Novellierung durch den Gesetzgeber der folgerichtige Schritt. Trotzdem gibt es viele Stimmen, die die Abschaffung der Verpackungsverordnung und die Einführung eines neuen Systems fordern.

Hier setzt die Studie „Verpackungsentsorgung in Deutschland bis 2020 (2.Auflage)“ des Trend- und Marktforschungsinstitutes trend:research an. Chancen und Risiken der aus den aktuellen Rahmenbedingungen resultierenden strukturellen Änderungen und Verschiebungen im Markt werden einzeln für die Akteursgruppen dargestellt. Zudem werden die derzeitigen Stoffströme und verfügbaren Technologien analysiert. Die verschiedenen Systeme für Verpackungsentsorgung – insbesondere der bundesweit zugelassenen Entsorgungssysteme – werden aus neutraler Sicht verglichen und anhand ausgewählter Kriterien, wie Leistungserbringung in den Entsorgungsstufen oder Anforderungen an die jeweiligen Dienstleister, in einem Ranking bewertet. Die Markt- und Preisentwicklung bei der Verpackungsentsorgung sowie das Stoffaufkommen werden bis zum Jahr 2020 prognostiziert.

Darüber hinaus werden folgende Fragen beantwortet:
- Welche Systembetreiber - im Speziellen bei den dualen Systemen - sind derzeit führend im Markt?
- Welchen Einfluss hat die Finanzkrise auf den Markt der Verpackungsentsorgung? Welche Akteure sind betroffen?
- Welche langfristigen Effekte sind durch die novellierte Verpackungsverordnung zu erwarten?
- Welche Strategien verfolgen die Marktteilnehmer, um in den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu bestehen?
- Können internationale Beispiele Anreize für den deutschen Markt bieten?
- Wie sind die aktuellen Diskussionen über die Abschaffung der Verpackungsverordnung bzw. die Einführung eines neuen Systems zu werten?

Neben verschiedenen Desk Research-Methoden fließen in die Studie circa 100 Experteninterviews mit Vertretern der Entsorgungsbranche, Systembetreiber, Lizenznehmer, Verbände der Entsorgungswirtschaft, Ministerien sowie der Verpackungshersteller und Industrieunternehmen, um die Aussagen über Markt, Wettbewerb und Trends zu fundieren. Die Potenzialstudie richtet sich sowohl an Entsorger wie auch Hersteller und Handel und unterstützt durch Darstellung der Handlungsoptionen und Empfehlungen bei strategischen und operativen Entscheidungen.

Die Studie „Verpackungsentsorgung in Deutschland bis 2015“ (2. Auflage)“ ist voraussichtlich ab Oktober 2009 verfügbar.

Interessenten an der Studie können weitere Informationen erhalten unter www.trendresearch.de

Quelle: trend:research GmbH

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Artikel vom: 20.08.2009 11:54
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