Umweltminister Eckhard Uhlenberg will den Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren deutlich reduzieren. Dabei setzt er auch auf die Nutzung von Industriebrachen. Denn während in den vergangenen 20 Jahren im Durchschnitt täglich rund 15 Hektar Freiraum in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt wurden, werden ehemalige Industrie- und Gewerbeflächen oft nicht genutzt.
Das Problem: Viele Eigentümer, Investoren oder Behörden scheuen langwierige und teure Untersuchungen auf mögliche Altlasten. Ein neu entwickelter Leitfaden hilft jetzt bei der kurzfristigen Einschätzung. „Eine schnelle Untersuchung vor Ort ist wichtig, um Brachflächen wieder nutzbar zu machen. So kann der Flächenverbrauch reduziert werden“, so Uhlenberg.
Der Leitfaden beschreibt Verfahren, mit denen Bodenverunreinigungen gefunden und die Verhältnisse im Untergrund – zum Beispiel Fundamente, Tanks oder Leitungen – geklärt werden können. Hingewiesen wird auch auf EDV-Hilfsmittel zur Auswahl der Untersuchungsmethoden und zur dreidimensionalen Darstellung der Ergebnisse. Zudem wird über den organisatorischen und personellen Aufwand informiert.
Der Leitfaden steht im Internet-Angebot des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Nordrhein-Westfalen:
www.lanuv.nrw.de/veroeffentlichungen/arbeitsblatt/arbla8/arbla8start.htm
| Zurück |
|


