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Washington - Lachgas ist nach einer Studie gegenwärtig die gefährlichste Substanz für die Ozonschicht. Wissenschafter der US- Meeresforschungsbehörde NOAA rechneten aus, dass das Di-Stickoxid (N2O) die Ozonschicht im Moment stärker zerstört als jeder andere Stoff. Lachgas wird bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe und beim Einsatz von künstlichem Dünger freigesetzt. Zugleich entsteht es auf natürliche Weise, etwa wenn organische Materialien verfaulen Die Studie wurde im US-Fachjournal "Science" (online vorab) veröffentlicht.

Wolkenbildung
Foto: Pixelio / Joujou
Nach Auskunft der Wissenschafter wird Lachgas zurzeit in solchen Mengen ausgestossen, dass es im gesamten 21. Jahrhundert die grösste Ozonschädliche Substanz sein könnte, falls nicht bald Schritte zur Eindämmung von N2O unternommen würden. Lachgas hat in der Atmosphäre eine Lebensdauer von 150 Jahren. Die vom Menschen verursachten Emissionen erreichten jährlich etwa zehn Millionen Tonnen, bei den Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) betrug dieser Wert zu Spitzenzeiten etwa eine Million Tonnen, wie es in dem Bericht weiter hiess. In Deutschland werden seit 1994 keine FCKW mehr hergestellt, um die Ozonschicht zu schützen.

Lachgas schädige aber nicht nur die Ozonschicht, sondern trage als Treibhausgas auch zum Klimawandel bei, betonten die Wissenschafter. Eine Begrenzung des Ausstosses könne dazu beitragen, die Ozonschicht zu reparieren und den Klimawandel zu verlangsamen. Es gebe mehrere Möglichkeiten, die Emission von Lachgas zu reduzieren: So müssten Düngemittel effektiver eingesetzt werden. Zudem sollte verhindert werden, dass bei chemischen Prozessen Lachgas entstehe.

Die Forscher warnten davor, dass das Di-Stickoxid bei der Herstellung von Biotreibstoff ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt sein könnte. Das Gleiche gelte für die Düngung mit Eisen, womit der Ausstoss von Kohlendioxid vermindert werden solle.

Quelle: Klimainfo.ch / sda / dpa

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Artikel vom: 28.08.2009 08:11
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