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Der Grüne Punkt (Zöld Pont) ist in Ungarn ein Markenzeichen für das Verpackungsrecycling. Allerdings kennen es nur 5,5 Millionen Menschen in 900 Kommunen näher, denn gut die Hälfte der Bevölkerung kann an der Getrenntsammlung teilnehmen. Die Grüne-Punkt-Gesellschaft ÖKO-Pannon mit Sitz in Budapest betreibt seit Januar 2003 dieses ungarische Rücknahmesystem für gebrauchte Verkaufsverpackungen.

Große Markthalle von Budapest aus dem Jahr 1896
Pixelio/bildpixel
Innerhalb der kommenden drei Jahre will die Organisation ihren Service ausweiten und insgesamt 8,5 Millionen ungarischen Bürgern die Möglichkeit eröffnen, gebrauchte Verpackungen getrennt vom Restmüll für das Recycling zu sammeln.

Selbstlos ist dieses Engagement allerdings nicht. Um die Anforderungen der Europäischen Union zu erfüllen, die ab 2012 die Verwertung von 60 Prozent der Verpackungsabfälle vorschreiben, hat ÖKO-Pannon reichlich Arbeit vor sich. So soll unter anderem das Aufkommen an gesammelten Aluminiumverpackungen, Getränkekartons und Glasbehältern steigen.

Parallel dazu muss nach Auffassung der Verantwortlichen bei ÖKO-Pannon das Bewusstsein der Magyaren für das Verpackungsrecycling geschärft, die Effizienz der Sammlung verbessert und die Anzahl der Fehlwürfe reduziert werden. Ferner ist das Management entschlossen, den betrieblichen Standard sowie die Kostenoptimierung weiter zu verbessern.

Die Ausdehnung der haushaltsnahen Sammlung (Hol- und Bringsysteme) ist umso wichtiger, weil die ungarischen Kommunen nicht verpflichtet sind, Abfälle getrennt zu erfassen. Sie können aber die separate Wertstoff-Sammlung in eigener Regie durch entsprechende Vorschriften etablieren und in Kooperation mit Entsorgungsunternehmen die notwendige Infrastruktur schaffen. Sind diese Voraussetzungen vorhanden, kann die jeweilige Behörde und/oder der von ihr beauftragte Recycler dem Netzwerk des ungarischen „Grünen Punkts“ beitreten. Wie ÖKO-Pannon betont, unterstützt die Gesellschaft nicht das Establishment, sondern finanziert die Kosten der Getrenntsammlung sowie damit verbundene Ausgaben der Öffentlichkeitsarbeit, die zur Erhöhung der System-Effektivität beitragen.

Den kompletten Artikel lesen Sie im Fachmagazin SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 09/2009, Seite 21 bis 23 ...

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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