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Waste-to-energy in Europa bis 2030: Trotz Anlagenboom und einem insgesamt sinkenden Abfallaufkommen sind keine Überkapazitäten zu erwarten. Eine Analyse des Trend- und Marktforschungsinstituts trend:research insbesondere mit Szenarien zu Ungarn und Osteuropa.

Anlieferung von Restmüll: Müllfahrzeug auf der Waage eines Müllheizkraftwerks
Harald Heinritz, Landratsamt Kitzingen
In Zeiten zunehmender Importabhängigkeit bei fossilen Brennstoffen und damit steigender Primärbrennstoffpreise gewinnen alternative Energieerzeugungsmöglichkeiten mit regionalen und kommunalen Brennstoffbezügen weiter an Bedeutung. Der Begriff „Waste-to-energy“ umfasst eine Reihe von Prozessen, in denen Siedlungs-, gewerbliche und industrielle Abfälle sowie Reststoffe verbrannt, vergast oder bei hoher Temperatur biologisch zersetzt und in Wärmeenergie und elektrischen Strom umgewandelt werden.

Bei der thermisch-energetischen Verwertung von Abfällen ist Europa im internationalen Vergleich führend. Allerdings entwickelt sich der europäische Waste-to-energy-Markt nicht einheitlich: Klarer Spitzenreiter bei der Verbrennung von Abfällen ist Dänemark. Während zurzeit in Deutschland, Österreich und den Niederlanden Überkapazitäten bei Ersatzbrennstoff-Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen drohen, ist die energetische Verwertung von Abfällen in den südeuropäischen Ländern wie auch in Irland, Polen, Ungarn, die Slowakei, die Tschechische Republik und Großbritannien noch nicht beziehungsweise nur im geringen Maße etabliert – gemischte Abfälle landen hier überwiegend auf Deponien. Ändern wird sich diese Situation vor allem in Osteuropa und Großbritannien. Dort ist aktuell mit den höchsten Zubauraten von Verbrennungsanlagen zur Verwertung zu rechnen, viele Anlagen haben eine hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit.

Starker Zubau in Osteuropa und UK
Im Vereinigten Königreich befinden sich gegenwärtig zwölf Müllverbrennungsanlagen im Bau, weitere 18 Anlagen sollen folgen. Die Anzahl der bestehenden 23 Anlagen soll in den nächsten 15 Jahren mindestens verdoppelt werden. Grund für diesen starken Zubau in Großbritannien ist der im EU-Vergleich bislang niedrige Standard der Abfallverwertung. Um die Quoten der Europäischen Union zu erfüllen, ist das Investitionsniveau in Aufbereitungs-, Recycling- und Waste-to-energy-Anlagen mit geschätzten zehn Milliarden Euro eines der höchsten in Europa.

Mehr lesen Sie im Fachmagazin SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 09/2009, Seite 30 bis 33.

Die rund 1050 Seiten umfassende Studie ist ab sofort verfügbar und kann für den Preis von 12.600 Euro bei trend:research GmbH, Institut für Trend- und Marktforschung, bezogen werden: www.trendresearch.de

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE / trend:research

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Artikel vom: 31.08.2009 12:58
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