Die östlichen Nachbarländer der Bundesrepublik Deutschland stehen derzeit vor der Aufgabe, ihre Abfallwirtschaft den europäischen Standards und dabei auch den Vorgaben der europäischen Deponierichtlinie mit ihrem Stufenprogramm zur Reduzierung der Ablagerung biologisch abbaubarer Abfälle anzupassen. Die Deponierichtlinie überlässt es den Mitgliedstaaten, die Reduzierungsziele allein durch Abfallvorbehandlungsmaßnahmen oder durch eine Kombination von Vorbehandlung und Getrennterfassung von Bioabfällen zu erreichen.
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| Foto: Pixelio / Thomas Max Müller |
Vor diesem Hintergrund setzen sich Tschechien und Deutschland gemeinsam mit anderen Mitgliedstaaten auf europäischer Ebene für verstärkte Anreize zur Getrennterfassung von Bioabfällen ein. Nach Auffassung der beiden Länder und weiterer Mitgliedstaaten könnte eine eigenständige europäische Bioabfallrichtlinie derartige Anreize schaffen und damit gleichzeitig auch der Umsetzung der Deponierichtlinie in zahlreichen europäischen Ländern einen wichtigen Schub verleihen.
Bei der Nutzung der getrennt erfassten Bioabfälle wird es künftig verstärkt zu einer stoffstromspezifischen Aufteilung auf die Verwertungsverfahren Kompostierung, Vergärung oder Verbrennung kommen, um die Verwertungspotenziale optimal auszunutzen.
Im Hinblick auf die abzulagernden Restabfälle werden in Deutschland bereits seit vielen Jahren neben thermischen auch mechanisch-biologische Vorbehandlungsverfahren eingesetzt. Im Verlauf dieser Zeit konnten viele Erfahrungen im praktischen Betrieb gesammelt werden.
Zu einem Erfahrungsaustausch zu Fragen der Bioabfallverwertung und der Vorbehandlung biogener abzulagernder Restabfälle veranstaltet das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem tschechischen Umweltministerium, dem tschechischen Kommunalverband SVPS und dem Arbeitskreis für die Nutzbarmachung von Siedlungsabfällen (ANS) e.V. einen Deutsch-tschechischen Workshop am 22. September 2009 in Regensburg.
Das Programm kann unter bmu.de heruntergeladen werden. Die Anmeldung kann über ans-ev.de abgewickelt werden. Quelle: Bundesumweltministerium
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Artikel vom: 02.09.2009 09:07
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