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Baar - Ab dem 1. September 2009 können Kunden in rund 200 Sammelstellen in Österreich getragene Schuhe gegen Einkaufsgutscheine im Wert von 1 Euro pro Paar eintauschen. Als erstes Unternehmen in Österreich nimmt Vögele-Shoes ausgedientes Schuhwerk von beliebigen Anbietern entgegen und belohnt dafür den Kunden. In Deutschland gibt es das innovative Recyclingsystem, entwickelt vom Schweizer Unternehmen I:CO ("I collect" = "Ich sammle"), bereits seit Februar. Dort werden aktuell rund zwei Tonnen getragener Textilien und Schuhe pro Tag abgegeben.

Schuhe
Foto: Pixelio / S.Hainz
Pro abgegebenem Paar Schuhe erhält der Kunde einen Einkaufsgutschein im Wert von einem Euro. Die Gutscheine vergünstigen den nächsten Einkauf in einer der erwähnten Filialen. Kunden können jegliche Form von getragenen Schuhen abgeben, dabei spielt es keine Rolle, wo die Schuhe gekauft worden sind, noch ist wichtig, ob die Schuhe tragbar sind. „Das I:CO-System ist ein innovatives Konzept, dass gleichermaßen ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist – es ermöglicht uns, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, so Max Manuel Vögele, Geschäftsführer der Vögele Shoes GmbH.

In Kürze werden auch weitere Schuhhändler Sammelstellen in Österreich eröffnen. Diese I:CO-Partner nehmen bereits seit dem Start des Systems getragene Textilien und Schuhe in ihren deutschen Filialen entgegen. Auch in der benachbarten Schweiz werden am 1. September die ersten I:CO-Annahmestellen eröffnet. Insgesamt stehen den Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz dann rund 2.000 Annahmestellen zur Verfügung, in denen sie ihre getragenen Schuhe und Textilien gegen Einkaufsgutscheine eintauschen können.

Weltweit wandern jährlich noch rund 400 Millionen Tonnen Alttextilien und Schuhe in den Hausmüll. Genau das will das neue I:CO-System verhindern: Gemeinsam mit Industrie, Handel, führenden internationalen Recycling-Unternehmen sowie Umweltorganisationen sieht sich die I:Collect AG als Spitze einer neuen Bewegung. „Nur wenn alles, was wir produzieren, wieder in einen neuen Kreislauf eingebracht werden kann, ist eine nachhaltige Verbesserung unserer Umwelt zu erreichen“, sagt Stephan Wiegand, Verwaltungsrat I:Collect AG. Und er geht noch weiter: „Jedes Unternehmen muss schon bei der Produktion eines Artikels an dessen ‚Leben danach’ denken, damit wir mit unseren Recyclingmöglichkeiten eine endlose Produktionskette entwickeln können.“

Unterstützung erhält Wiegand von Professor Michael Braungart vom Hamburger Umweltinstitut. „Mit I:CO haben wir endlich eine wirtschaftlich denkende Instanz auf dem Markt, die den wichtigsten Punkt für eine nachhaltige Verbesserung unserer Umwelt besetzt“, so Braungart, geistiger Vater des „Cradle-to-Cradle-Prinzips“. Dieses verfolgt die Absicht, hochprofitable Produkte zu entwickeln, deren Bestandteile geeignet sind, in biologischen und technischen Nährstoffkreisläufen zu zirkulieren und so gleichzeitig positive Effekte für Umwelt und Gesundheit zu haben.

Nach dem Start in Deutschland, Österreich und der Schweiz soll das I:CO-Konzept bald in weiteren europäischen Staaten eingeführt werden. „Unser Ziel ist es, bis Ende 2010 insgesamt 15.000 Sammelstellen in Europa zu erschließen – weitere 17.000 Annahmestellen sind bis Ende nächsten Jahres zudem in den USA in Planung“, so Stephan Wiegand.

Quelle: I:CO

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Artikel vom: 09.09.2009 09:27
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