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Ende August ging der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit der Nachricht an die Öffentlichkeit, dass in absehbarer Zeit eine „Rohstofflücke“ droht.

Pixelio/jemidanny06
Laut Ulrich Grillo, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik, wird das für die Bewältigung der Krise notwendige Wachstum der deutschen Industrie durch nationale, europäische und weltweite Einschränkungen beim Rohstoffzugang bedroht. „Wir brauchen eine ganzheitliche Rohstoffstrategie für Deutschland und Europa, welche die politischen Beschränkungen der Rohstoffsicherheit wirksam adressiert und sinnvoll an die EU-Rohstoffinitiative anknüpft“, meldete sich Grillo in einer Pressemitteilung zu Wort. Handels- und Wettbewerbsverzerrungen auf den internationalen Rohstoffmärkten schadeten den Industrieunternehmen Deutschlands und gefährdeten Tausende Arbeitsplätze.
Nach BDI-Angaben beschränkt beispielsweise China den Handel mit Rohstoffen und Halbzeugen durch 373 Exportzölle. Das gilt unter anderem für Rohstoffe wie Kupfer und Neodym (Metall der Seltenen Erden), das für die Lasertechnik benötigt wird.

Ferner lenkte Grillo die Aufmerksamkeit auf Chinas für 2010 geplante Mehrwertsteuer-Erstattung bei Metallschrott-Importen, wie aus einem EurActiv-Bericht hervorgeht. In der Vergangenheit hätten solche Rückzahlungen einen „Staubsaugereffekt“ gehabt, denn sie „sogen den Weltmetallschrottmarkt auf“.

Rohstoffsicherheit und Recycling
Der Vorsitzende des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik hatte wohl an den zehn Punkte umfassenden Forderungskatalog des Industrieverbandes gedacht, als er auf den erwarteten möglichen Rohstoffmangel aufmerksam machte. Schon im November vergangenen Jahres hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie angemahnt, die deutsche Bundesregierung und die Europäische Kommission sollten den politischen Beschränkungen der Rohstoffsicherheit entgegenwirken und die Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa so gestalten, dass die Unternehmen ihren Rohstoffbezug sicherstellen können.

Unter anderem ist es dem Verband wichtig, dass der „illegale Abfluss“ von Sekundärrohstoffen unterbunden wird. „Nach einer Studie des European Network for the Implementation and Enforcement of Environmental Law (IMPEL) sind bis zu 51 Prozent der Exporte von Abfällen aus Europa illegal; das bedeutet, dass Abfälle fälschlicherweise als gebrauchsfähige Produkte ausgeführt, die Stoffe falsch deklariert oder im Rahmen der Notifizierung falsche Angaben gemacht werden“, heißt es in dem BDI-Papier ...

Den ganzen Artikel lesen Sie im Fachmagazin SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 10/2009, Seite 2!

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 02.10.2009 16:25
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