Die Bedeutung des Sekundärrohstoffs Altpapier für die Papierherstellung in Deutschland ist unbestritten, auch wenn die Industrie in diesem Jahr ihre Produktion dem geringeren Bedarf anpasst.
![]() |
| SR |
Für das Jahr 2011 wurde ein globaler Altpapierverbrauch im Umfang von etwa 245 Millionen Tonnen vorhergesagt. In jüngster Zeit gibt es aber immer wieder Meldungen über insolvente Papierfabriken. Ist diese Mengenprognose aus heutiger Sicht überhaupt realistisch?
Bei den Insolvenzen handelt es sich wirklich um Einzelfälle und Insolvenz bedeutet nicht automatisch Einstellung der Produktion. Global ist die Papierindustrie trotz eines konjunkturbedingten Dämpfers und eines begrenzten Abbaus von Überkapazitäten in einigen Bereichen weiter auf Wachstumskurs. Das wird auch einen weiter steigenden Verbrauch von Altpapier zur Folge haben.
Im Jahr 2008 hat die deutsche Papierindustrie insgesamt 15,5 Millionen Tonnen Altpapier zur Herstellung von Papier, Karton und Pappe eingesetzt. Wie wird sich Ihrer Einschätzung nach die Situation in Deutschland entwickeln?
Das ist momentan noch nicht abzusehen. Das erste Halbjahr 2009 war absolut krisengeprägt, mit einem Produktionseinbruch von über 13 Prozent über alle Sorten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Erst seit Juni geht es wieder bergauf. Diese tiefe Delle wird sich auch im Altpapierverbrauch niederschlagen. Den Wert von 2008 werden wir in 2009 nicht erreichen.
Das ganze Interview lesen Sie im Fachmagazin SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 10/2009, Seite 14! Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE/VDP
Ähnliche Artikel:
Artikel vom: 02.10.2009 16:49
| Zurück |
|



