Bern - Das Protokoll über Schadstofffreisetzungs- und -transferregister ist gestern in Kraft getreten, nachdem es von 16 Staaten ratifiziert worden ist. Damit wird die Information über Schadstofffreisetzungen international vereinheitlicht.
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| Foto: Pixelio / Dieter Schütz |
Ziel des Protokolls ist, dass sich Betriebe, Behörden und Privatpersonen in den nationalen Schadstoffregistern via Internet über jährliche Freisetzungen von Schadstoffen sowie Transfers von Abfällen aus grösseren Betrieben und diffusen Quellen informieren können. Im Rahmen des Protokolls gelten für alle Mitgliedstaaten die selben Kriterien für die Meldepflicht und die Datenerhebung. Die Informationen sind deshalb vergleichbar. Zudem ermöglicht die Standardisierung der Schadstoffregister international tätigen Firmen, an den verschiedenen Standorten gleiche Messmethoden und Berechnungsmodelle zu verwenden.
In der Schweiz entsprechen die heutigen rechtlichen Grundlagen dem Protokoll vollständig. Die Anforderungen wurden in der Verordnung ,zum Register über die Freisetzung von Schadstoffen sowie den Transfer von Abfällen und von Schadstoffen in Abwasser", die seit dem 1. März 2008 in Kraft ist, umgesetzt. Die Daten für die Schweiz sind seit Februar 2009 im Schadstoffregister SwissPRTR (Pollutant Release and Transfer Register) auf der Webseite des Bundesamts für Umwelt BAFU verfügbar, ebenso Verknüpfungen zu Registern anderer Länder.
Das Schadstoffregister SwissPRTR wurde im Februar 2009 erstmals veröffentlicht, und informiert jährlich über Freisetzungen von 86 Schadstoffen sowie über Transfers von Abfällen und Sonderabfällen. Als Freisetzungen werden Emissionen in die Luft, in das Wasser und in den Boden bezeichnet.
Betriebe, die einer der neun in der Verordnung festgelegten Branchen angehören und eine bestimmten Grösse überschreiten, melden jeweils die Mengen an Schadstoffen, die im Vorjahr freigesetzt oder im Abwasser transferiert wurden. Zudem geben sie die Menge der aus dem Betrieb hinaus transferierten Abfälle und Sonderabfälle an. Die bisher veröffentlichten Daten beziehen sich auf das erste Erfassungsjahr 2007 und umfassen die Meldungen von knapp 200 Betrieben. Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
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Artikel vom: 09.10.2009 10:04
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