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Bad Sulza - Unzählige kleine Wehr- und Stauanlagen unterbrechen das Fließen kleiner Flüsse. Ob auch an bestehenden Wehranlagen mit geringer Wasser-Fallhöhe wirtschaftlich Strom gewonnen werden kann, soll nun in einer weltweit ersten Pilotanlage herausgefunden werden. Die Hydro-Energie Projekt Bad Sulza in Thüringen entwickelte eine bewegliche Unter-Wasser-Kraftanlage, die mit geringen Eingriffen in bestehende Wehre und einer speziellen und kostensparenden Modul-Bauweise Energie gewinnen soll.

Wehr
Foto: Pixelio / uschi dreiucker
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützte Machbarkeitsstudie und Umsetzung im Kurpark von Bad Sulza insgesamt mit rund 285.000 Euro.

In einem beweglichen Maschinengehäuse sind Turbine und Generator vereint. Das sogenannte Krafthaus wird unter Wasser so in Fließrichtung gestellt, dass es über- und unterspült werden kann. Eine Neuheit, die den Energieertrag steigern solle und gleichzeitig dem Hochwasserschutz diene, sagt DBU-Fachreferent Dirk Schötz. „Es soll hier untersucht werden, ob sich die Wirtschaftlichkeit einer Wasserkraftnutzung durch dieses Konzept verbessert, weil das dazu führen kann, dass auch an bisher nicht genutzten Wehren die Wasserkraft wirtschaftlich genutzt werden kann“, so Schötz weiter. Die Versuchsanlage soll rund 400.000 Kilowatt Strom im Jahr erzeugen – Energie für mehr als 100 Haushalte.

Das Gehäuse - so Schötz - sei besonders umweltschonend, da Fische, Geröll und Treibgut die Anlage darüber und darunter passieren könnten. Außerdem sei auch an die Wanderung von Fischen gegen den Strom gedacht worden: Über einen stufenartigen Fischpass könnten die Tiere die Distanz überwinden. Schötz: „Energieerzeugung und Umweltschutz sind hier gut kombiniert.“

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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Artikel vom: 14.10.2009 11:31
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