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Berlin - Die Sommerzeit bringt keine spürbaren Energieeinspareffekte. Die Energiewirtschaft kann seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh an der Uhr erkennen. Das stellt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, zur Umstellung von Sommer- auf Winterzeit fest.

Sonnenuhr
Foto: Pixelio / kladu
Die gesamtdeutsche Einführung der Sommerzeit 1980 habe darauf abgezielt, das Tageslicht besser zu nutzen, um so Energie zu sparen. Dies sei jedoch nicht der Fall. So wird nach Angaben des BDEW durch die längere Helligkeit zwar beispielsweise elektrisches Licht gespart, dafür morgens aber mehr geheizt. Durch das veränderte Freizeitverhalten an den hellen Sommerabenden könne sogar mehr Energie verbraucht werden. Laut BDEW liegt der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der Haushalte bei durchschnittlich acht Prozent, am gesamten Energieverbrauch sogar nur bei zwei Prozent. Da Energiesparlampen immer weiter verbreitet seien, sinke der ohnehin geringe Lichtspareffekt weiter.

Im Gegensatz zur Zeitumstellung bieten nach Ansicth des BDEW moderne Haushaltsgeräte und ihr effizienter Einsatz ein erhebliches Sparpotenzial. Fast alle Energieunternehmen bieten inzwischen als Service Energieberatungsstellen an. Dort geben sie den Kunden Tipps zum effizienten Umgang mit Energie, so der Branchenverband. Die Energieberatung umfasst auch Informationen über Förderprogramme und Investitionszuschüsse beispielsweise zur Heizungs- und Wohnungsmodernisierung.

Der BDEW vertritt rund 1 800 Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.

Quelle: BDEW

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Artikel vom: 26.10.2009 11:32
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