Leverkusen – Das Netzwerk „Clean the extreme“ per Videoschaltung hautnah erleben: Am Messestand des Chempark-Betreibers Currenta können sich die Besucher der Entsorga-Enteco von der Leistungsstärke des europäischen Entsorgungsnetzwerkes und der Currenta-Entsorgungsanlagen überzeugen. Über Web-Kameras ist das Unternehmen mit seinem italienischen Partner Riccoboni auf der gleichzeitig stattfindenden Messe Ecomondo in Rimini verbunden. Zudem besteht direkter Kontakt zu den Partnern in den Niederlanden und in Frankreich.
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Die Vernetzung der europäischen Partner aus der Entsorgungsbranche durch „Clean the extreme“ bietet auch ökologische Vorteile. Sonderabfälle können jetzt leichter in nahe gelegenen Anlagen entsorgt werden. Unnötig lange Transporte werden auf diese Weise vermieden. Bereits aus fünf europäischen Ländern liefern Firmen Stoffströme an Currenta. In seinen eigenen Entsorgungsanlagen kann das Unternehmen diese optimal thermisch behandeln. Nicht zuletzt sind die Sonderabfall-Verbrennungsanlagen der Currenta im europäischen BREF-Dokument (Best Available Technique Referenz Documents) als der weltweit beste verfügbare Stand der Technik aufgeführt.
Einige der Partner im Netzwerk „Clean the extreme“ bieten technische Möglichkeiten, um Stoffkreisläufe zu schließen. Beispielsweise besitzt Lanxess eine Schwefelsäure-Spaltanlage, die verschmutzte Schwefelsäure reinigt und für chemische Prozesse wieder nutzbar macht. Bayer Schering Pharma bringt seine Jodrückgewinnungsanlage und eine Destillationsanlage für spezifische Lösemittel in das Netzwerk mit ein. Currenta Umwelt bietet seine Leistungen je nach Kundenwunsch als Einzel- oder Komplettlösung an: vom Spezialfall bis zur Rundum-Versorgung, mit Analytik, Transport, Zwischenlagerung und abschließender Entsorgung.
Im Jahr 2008 entsorgte, verwertete und recyclierte Currenta Stoffströme von über 1,3 Millionen Tonnen. Im Currenta-Geschäftsfeld „Umwelt“ betreiben 600 Mitarbeiter sieben Verbrennungs- und drei Kläranlagen, zwei Deponien und drei Wertstoffsammelzentren sowie eine Reinigungsanlage für Industriebehälter. Darüber hinaus vermarktet Currenta eine Gasphasen-Oxidationsanlage von Bayer MaterialScience, die Wässer mit hohen organischen Salzfrachten entsorgen kann.
Im Januar 2009 führte Currenta im Chempark ein optimiertes elektronisches Nachweisverfahren (EANV) ein. Das neue Internet-Portal ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Abfall-Management-Informationssystems „AMIS“. Es ermöglicht eine vollständige Integration aller relevanten Daten in die operativen Entsorgungs- und Logistikabläufe. Für die Kunden besteht ein zusätzlicher Nutzen darin, Doppeleingaben zu verhindern, die Disposition zu optimieren und den gesamten Entsorgungsprozess zu beschleunigen. Mit dem neuen elektronischen Verfahren wird eine hohe Datenkonsistenz vom Abfallerzeuger über die Logistik bis zum Entsorger gesichert. Darüber hinaus können Abfallerzeuger die vom Gesetzgeber geforderte elektronische Registerführung von Currenta erledigen lassen.
Das Unternehmen plant einen kontinuierlichen Ausbau des EANV zu einem Informationsportal für entsorgungs- und umweltrelevante Daten. Neben einem Internet-Zugang sollen Kunden zukünftig nur noch ein Kartenlesegerät benötigen, um das Portal nutzen zu können. Bis zum April 2010 werden alle 500 Betriebe an den Chempark-Standorten über das elektronische Nachweisverfahren entsorgen.
Auf der Entsorga-Enteco in Köln vom 27. bis 30.10.2009 ist Currenta in Halle 8.1, Stand D082/E085 zu finden. Quelle: CURRENTA
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Artikel vom: 27.10.2009 10:39
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