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Wien - Schweizer Forscher haben entdeckt, dass Gletscher in den Alpen vor Jahrzehnten freigegebene toxische Stoffe gespeichert haben und nun unter dem Einfluss der globalen Erwärmung wieder freisetzen.

Gletscherlandschaft
Foto: Pixelio / Stephan Förster
Bei Untersuchungen der Sedimentablagerungen des Oberaarsees in den Schweizer Alpen stießen Wissenschafter auf mittlerweile verbotene chemische Verbindungen wie Dioxine und das Pestizid DDT. Zu ihrer Überraschung enthielten auch jüngere Sedimentschichten Spuren von persistent organischen Schadstoffen (kurz POPs). Der Ausstoß dieser Schadstoffe wurde erfolgreich reguliert und konnte daher nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß aus der Atmosphäre stammen.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die gefunden Schadstoffe vom dem den See speisenden Gletscher stammen. Der Gletscher hat die Schadstoffe vor Jahrzehnten eingelagert und gibt sie nun im Zuge der Klimaerwärmung wieder frei. Bei zwei anderen Seen in den Schweizer Alpen wurden bereits ähnliche Beobachtungen gemacht.

Die Wissenschafter warnen vor katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt und bisher unberührten Gebirgslandschaften.

Original-Quelle: Environmental Science & Technology, 2009, 43 (21), pp 8173–8177

Ein kurzes Abstrakt (engl.) kann unter acs.org eingesehen werden. Hier kann auch die komplette, kostenpflichtige Studie (30 US-Dollar) bestellt werden.

Quelle: EU-Umweltbüro.at

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Artikel vom: 30.10.2009 11:37
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