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Wuppertal - In der Wuppertaler Stadthalle drehte sich gestern auf der Tagung der Technischen Akademie Wuppertal (TAW) und der EnergieAgentur.NRW alles um das betriebliche „Energiemanagement“. „Mit einem Energiemanagement lassen sich Effizienzpotentiale systematisch identifizieren und erschließen. Es wäre fahrlässig, auf die wirtschaftlichen Einsparungen, die damit verbunden sind, zu verzichten“, erklärten TAW-Vorstand Erich Giese und EnergieAgentur-Geschäftsführer Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher unisono anlässlich der gemeinsamen Tagung.

Tagungsort: die Wuppertaler Stadthalle
Foto: EnergieAgentur.NRW
Steigende Energiepreise und zunehmender Kostendruck – der Spielraum für betriebswirtschaftlich notwendige Investitionen für Unternehmen schrumpft. Entsprechend groß war das Interesse an der Veranstaltung. Rund 100 Fachleute hatten sich zu den vielfältigen Fachbeiträgen, zum Gedanken- und Informationsaustausch eingefunden. Sie erfuhren dabei vor allem, dass Energiemanagement-Systeme das geeignete Instrument für eine zeitgemäße und nachhaltige Erschließung von Effizienzpotentialen in der Industrie sind.

„In der Industrie stecken erhebliche Effizienzpotentiale in Produktionsprozessen und Querschnittstechnologien, in der Verminderung des Energieeinsatzes durch Optimierung von Materialströmen, in der Umsetzung energieeffizienter Produktinnovationen und Dienstleistungen sowie in der Nutzung verhaltensbedingter Einsparpotentiale“, erläutert Gerald Orlik von der EnergieAgentur.NRW. Der Diplom-Ingenieur stellte auf der Tagung das neue Energiemanagement-System Mod.EEM vor, ein Pilotprojekt des Bundesumweltministeriums und des nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Energieministeriums.

Im Rahmen von Mod.EEM wird in 100 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen ein Energiemanagement-System eingeführt. Mod.EEM ist modular aufgebaut (Basis-, Aufbau-, Vertiefungs-Paket) und ermöglicht durch einen individuellen Projektplan den Stand der Energieeffizienz im jeweiligen Unternehmen zu berücksichtigen. Die EnergieAgentur.NRW führt dieses Projekt im Auftrag der beiden Ministerien durch.

Norbert Hüttenhölscher: „Die systematische Einführung von Energiemanagement ist fast schon überfällig. Energiemanagement ist – zum Beispiel in Finnland, Österreich und der Schweiz – in Industrie- und Gewerbebetrieben inzwischen ein bewährtes Instrument zur Verbesserung der Energieeffizienz und damit zur Senkung der CO2-Emissionen. Die Erfahrungen zeigen, dass Unternehmen innerhalb von zwei Jahren nach Einführung des Energiemanagements bis zu zwei Drittel ihrer Einsparpotentiale beim Brennstoff erschließen konnten.“

Quelle: EnergieAgentur.NRW

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Artikel vom: 04.11.2009 09:40
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