Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Archiv
Zurück Impressum
 

Selbst an solch beschaulichen Orten wie dem oberbayerischen Miesbach kann sich niemand der nüchternen Realität einer Finanz- und Wirtschaftskrise ent­ziehen, und so beschäftigte sich der Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen (VBS) auf seiner 36. Jahrestagung am 9. und 10. Oktober 2009 vor allem mit den Folgen der Wirtschaftskrise für die Entsorgungsbranche.

Vor gut 270 Teilnehmern, darunter zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, befreundeten Verbänden sowie weiterer Institutionen, eröffnete Dr. Richard Fackler, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, den öffentlichen Teil der Tagung mit einem Vortrag zum Thema „Klimaschutz im Freistaat“: Einer aktuellen Studie zufolge spielt die bayerische Abfallwirtschaft eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgase. Durch das Recy­cling und die energetische Verwertung von Abfällen werden in Bayern jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten vermieden. „Abfall ist kein Endprodukt, sondern eine wichtige Sekundärrohstoffquelle. Das Urban Mining wird wiederkommen“, schloss Dr. Fackler seine Rede.

Und Dr. Andreas Bruckschen vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (BDE) ergänzte, dass Deutschland als rohstoffarmes Land in der Lage sei, Rohstoffe wieder in den Kreislauf der Verwertung zuzuführen. „Das muss der Politik allerdings immer wieder klar gemacht werden“, betonte Dr. Bruckschen und leitete damit in seinem Referat auf die Probleme beim Verpackungsrecycling über, die auch durch die 5. Verpackungsnovelle nicht geringer geworden seien. So fehle es nach wie vor an einer breiteren Definition des Begriffs „Verpackung“, der zu eng gefasst sei und viele Verpackungsarten von der Wiederverwertung ausschließe. Die Recyclingquote stimme nicht, die Sammelmengen an Altverpackungen seien rückläufig und die Branche müsse massive Umsatzeinbußen verkraften.

Die traditionelle Festrede im Anschluss daran hielt in diesem Jahr Staatsekretärin Katja Hessel (FDP), Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und Mitglied im bayerischen Landtag. Hessel, die ihren verhinderten Chef vertrat, Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) musste zu einem anderen Termin, äußerte auf der VBS-Jahrestagung Verständnis für die Sorgen der überwiegend mittelständisch geprägten Branche, insbesondere zum Reizthema „Re-Kommunalisierung“ ...

Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 11/2009, Seite 4 …

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 04.11.2009 11:30
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH, Bergstr. 16, D-82239 Biburg
Sekundär-Rohstoffe