Auernheim - Das Konzept der Batteriewechselstation ist aufgrund der aktuell und mittelfristig noch geringen Reichweiten von Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb entstanden. Zwar reichen die derzeit erzielbaren 100 bis maximal 200 km für die Bewältigung des täglichen Mobilitätsbedarfs der meisten Menschen aus. Müssen jedoch längere Strecken bewältigt werden, wäre das Elektrofahrzeug nicht mehr geeignet, es sei denn, man nimmt lange Ladezeiten in Kauf. Verbunden mit den zwar ausreichenden, aber im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren sehr geringen Reichweiten, sind auch die Ängste der Nutzer verbunden, Mobilitätseinschränkungen hinnehmen zu müssen, mit leerer Batterie stehen zu bleiben etc.
![]() |
| Foto: openPR / DasReiseprojekt.de |
Um Batteriewechselstationen zu ermöglichen, müssen allerdings die Autohersteller standardisierte Batteriegrößen und –zentrale Batteriefächer unter dem Auto anbieten. Wenn dies aber zumindest ein grosser Anbieter mitmacht, wird sich das System durchsetzen und andere Unternehmen werden nachziehen. Momentan findet man zwei Batteriewechselanlagen als Prototypen: Die Batteriewechselstation des weltweit agierenden Infrastrukturanbieters für Elektroautos Better-Place und die des Maschinenbauers und Entwicklers Dieter Kitto aus dem Saarland.
Die Batteriewechselstation von Kitto ist - nach eigener Einschätzung - gegenüber dem System von Better-Place aus folgenden Gründen vorteilhafter:
• Durch den Raumbedarf von nur einem Container für die gesamte Batteriewechselstation, besteht ein nur sehr geringer Platzbedarf. Hierdurch ist Kittos Batteriewechsel- und Ladestation flexibel einsetzbar, ggf. ist sogar ein mobiler Einsatz denkbar, z.B. im gewerblichen Bereich für Baustellenfahrzeuge.
• Die komplette Batteriewechsel- und Ladestation ist in einem Betoncontainer untergebracht und erfordert so nur geringe Baumassnahmen; die Baugenehmigungsverfahren sind kurz - die Anlage ist innerhalb von 2 Tagen einsetzbar.
• Die Kosten von Kittos Batteriewechsel- und Ladestation liegen um den Faktor 10 geringer
• Eigene Patente auf die Wechselstation sind vorhanden, hierdurch besteht ein Marktvorteil, da nur schwer kopierbar
• Kittos Batteriewechsel- und Ladestation ist als funktionierendes System-Prototyp vorhanden und steht für Tests zur Verfügung
• Bedingt durch Bauart, Grösse etc. sind die Einsatzmöglichkeiten deutlich umfangreicher und die Wachstumschancen für Kitto deshalb deutlich besser als bei den teuren und immobilen Wechselstationen von Better-Place
• Bei Kittos Batteriewechsel- und Ladestation ist die Nutzung verschiedener Batteriegrössen und -typen möglich
• Kittos Batteriewechsel- und Ladestation benötigt durch die kompakten Batteriemodule erheblich weniger Raumspeicher zur Lagerung
• Zu Kittos Batteriewechsel- und Ladestation ist noch ein ebenfalls patentrechtlich geschütztes Energiegewinnungs- und Versorgungssysteme als Inselmodul vorhanden, das den autarken Einsatz ohne Anbindung an ein Stromnetz ermöglicht. Hier werden die schwächeren Autoakkus der Zweitnutzung zugeführt.
• Das Funktionsprinzip von Kittos Batteriewechsel- und Ladestation ist auch für den Einsatz bei Zweiradfahrzeugen ausgelegt.
Die Kitto Batteriewechsel und -ladestation ist für den Förderpreis des Saarlandes vorgeschlagen. Quelle: DasReiseprojekt.de
Ähnliche Artikel:
Artikel vom: 10.11.2009 10:48
| Zurück |
|



