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Brüssel - Am 21. Oktober hat der Umwelt-Rat der Europäischen Union eine EU-Strategie für eine Verbesserung des Abwrackens von Schiffen angenommen.

Der Rat
* weist darauf hin, dass das sichere und umweltgerechte Recycling von Schiffen – hier im Sinne des Hongkonger Übereinkommens über das sichere und umweltverträgliche Recycling von Schiffen zu verstehen – eine Priorität der Europäischen Union darstellt. Und er betont, dass Risiken für die Umwelt sowie für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit dem Recycling von Schiffen weltweit wesentlich verringert werden müssen;

Schiffswrack
Foto: Pixelio / Nuri Sensert
* hebt hervor, dass die EU eine wesentliche Rolle in diesem Bereich spielen sollte, da 25 Prozent der Handelsschiffe der Welt die Flagge von EU-Mitgliedstaaten führen und rund 40 Prozent europäischen Reedereien gehören;

* hebt ausserdem hervor, dass das übergeordnete Ziel darin besteht, dass alle Schiffe, einschließlich derjenigen, die in Beziehung zur EU stehen, weltweit in sicheren und umweltgerechten Abwrackwerften recycelt werden, und nimm das breite Spektrum der ermittelten Instrumente zur Kenntnis, die zur Verwirklichung dieses übergeordneten Ziels vorgeschlagen werden;

* vertritt die Auffassung, dass das Hongkonger Übereinkommen eine flexible, den besonderen Gegebenheiten der Seeschifffahrt Rechnung tragende Regelung enthält, mit der sich die Wirksamkeit des Übereinkommens und die Pflichten der Parteien im Wege der Überprüfung seiner Vorschriften durch den Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt (MEPC) der IMO weiterentwickeln können;

* er erkennt an, dass der Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Schifffahrtsorganisation, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Basler Übereinkommen, u.a. im Rahmen gemeinsamer Tagungen, bei Fragen des Schiffsrecyclings nach wie vor große Bedeutung zukommt;

* und er vertritt die Auffassung, dass die EU über die Möglichkeiten verfügt, ihre Schiffsrecyclingkapazitäten auszubauen, und zwar auch dort, wo die Abwrackung als Zusatzleistung in Werften vorgenommen wird, und dass dadurch ein Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, zur Verringerung der Umweltfolgen des Schiffsrecyclings und zur Schaffung von ökologisch orientierten Geschäftsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen in der EU geleistet werden könnte, womit auch ein positiver Beitrag zu einer ökologisch effizienten Wirtschaft, z.B. im Rahmen einer neuen Lissabonner Strategie für den Zeitraum nach 2010, geleistet würde.

Weitere Details zu den Schlussfolgerungen des Rates zur EU-Strategie finden sich unter unter consilium.europa.eu.

Quelle: Rat der Europäischen Union

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Artikel vom: 11.11.2009 10:53
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