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Wiesbaden - Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Rohstoffproduktivität bis zum Jahr 2020 bezogen auf das Basisjahr 1994 zu verdoppeln. Die Rohstoffproduktivität drückt aus, welche Menge an abiotischem Primärmaterial (in Tonnen) eingesetzt wird, um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt (in Euro, preisbereinigt) zu erwirtschaften.

Grafik: Rohstoffproduktivität und Wirtschaftswachstum
Grafik: Statistisches Bundesamt
Zum abiotischen Primärmaterial zählen die im Inland entnommenen Rohstoffe - ohne land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse - und alle importierten abiotischen Materialien (Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren). Dahingehend hat das Statistische Bundesamt in seinen Umweltökonomischen Gesamtrechnungen die Rohstoffproduktivität als Indikator der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu Umwelt und Ökonomie untersucht.

Die Rohstoffproduktivität erhöhte sich zwischen 1994 und 2008 um 38,7 Prozent. Bei rückläufigem Materialeinsatz (-10,6 Prozent) stieg das Bruttoinlandsprodukt um 24,1 Prozent. In den letzten Jahren (ab 2002) hat sich der Anstieg der Produktivität verlangsamt. Nachdem von 2005 auf 2006 sogar ein leichter Rückgang der Produktivität zu verzeichnen war, ist sie in den Jahren 2007 und 2008 wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr war der Materialeinsatz nahezu unverändert (-0,5 Prozent), während das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 Prozent wuchs. Insgesamt entwickelte sich der Indikator zwar in die angestrebte Richtung, das bisherige Tempo der Erhöhung würde jedoch nicht ausreichen, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

Weitere Informationen sind unter destatis.de zu finden.

Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen sind auf dem Stand: vom September 2009; die nächste Aktualisierung soll im September 2010 erfolgen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Artikel vom: 11.11.2009 11:33
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