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Lünen - "Zukunft Kreislaufwirtschaft: Qualifizierung und Innovation sichern hohes Niveau“. Unter diesem Thema lud das WFZruhr - Kompetenz-Netzwerk der Kreislaufwirtschaft - zur Herbst-Vortragsveranstaltung nach Lünen ein.

Vortrag Burkhard Landers
Foto: Lüntec
"Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft ist ohne hoch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter nicht vorstellbar“ erklärt am Anfang seines Vortrags Burkhard Landers, Präsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. "Zwar hat sich bereits viel zum Positiven hin verändert, aber wir sehen doch noch massiven Reform­bedarf, um endlich spezifische Berufsbilder für unsere Branche zu etablieren, die von den Menschen und den Unternehmen auch angenommen und gelebt werden können“ führt Burkhard Landers weiter aus.

Wie kann das Image eines Unternehmens oder sogar der ganzen Branche verbessert werden? Anregungen und Denkanstöße zu diesem Thema gab Andreas Schmid, Geschäftsführer txt - redaktion & agentur, Dortmund. "Kommunikation oder Öffentlichkeitsarbeit ist eine entscheidende Maßnahme, um das Image eines Unternehmens zu verändern“, so Herr Schmid. "Vor allen Dingen ist es erforderlich, dass überhaupt erkannt wird, wie wichtig dieses Thema für das Unternehmen ist – für seinen Vertrieb, die Erschließung neuer Märkte, die Gewinnung der besten Azubis und die Bindung der besten Fach- und Führungskräfte.“

Dr. Henning Friege, Geschäftsführer von AWISTA, Düsseldorf, legte die vielfältigen Aspekte des demografischen Wandels auf Dienstleistungen und Mitarbeiter in der Entsorgungs­wirtschaft dar. "Wir werden uns mit sinkenden Abfallmengen, Veränderung der Zusammensetzung genauso auseinander­setzen müssen wie mit diversen Hilfestellungen - sprich Serviceleistungen - am Haus und Präventionsprogrammen zur Gesunderhaltung unserer Mitarbeiter“ fasst Dr. Friege zusammen.

Am Beispiel der Sortieranlagen dokumentierte Dr. Joachim Christiani, Geschäfts­­­führer der Aachener Ingenieur­gesellschaft HTP, die technologischen Entwicklungen und Innovationen. "Sortierten vor dem Jahr 2000 noch ca. 250 Anlagen mit kleiner und mittlerer Kapazität, halten in 2008/2009 die 6 größten LVP-Anlagen etwa 25 Prozent des bundesweiten LVP-Gesamtaufkommens.“ Die nächsten Innovationen sieht Dr. Christiani u.a. in multifunktionalen Sortieraggregaten, Vollautomatisierung von Sortierprozessen und kosteneffizienter Wertstoffrückgewinnung aus wertstoffarmen und aufbereitungs­­schwierigen Abfällen (z.B. Restmüll).

Quelle: Wirtschaftsförderungszentrum Ruhr für Entsorgungs- u. Verwertungstechnik e. V.

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Artikel vom: 27.11.2009 09:05
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