Ähnlich wechselhaft wie das Wetter im niederländischen Amsterdam müssen die Gefühle der Delegierten im Laufe der Herbsttagung des Bureau of International Recycling (BIR) gewesen sein. Für einige schien die Sonne, andere wiederum hatten den Eindruck, sie ständen in Wind und Regen.
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| Foto: Marc Weigert |
Belege für diese Aussagen hatte er genug. Laut EUROFER werden die Stahl verbrauchenden Industriezweige in der EU (Automobil-, Bau-, Maschinen- und Schiffbauindustrie) im Jahr 2010 weniger als ein Prozent wachsen. Und Deutsche Bank Research rechnet damit, dass es zehn Jahre dauern wird, bis das Produktionsniveau der Jahre 2007/2008 wieder erreicht ist. Im Gegensatz dazu empfahl der Finanzdienstleister Goldman Sachs Anlegern die asiatische Stahlindustrie; die meisten börsennotierten Stahlhersteller in Asien werden laut Rubach von führenden internationalen Banken positiv bewertet.
Der europäische Markt
Für den europäischen Markt für Stahlschrott lagen Markus M. Barg (TSR Recycling) noch keine offiziellen Daten über den Schrottverbrauch in den ersten acht Monaten dieses Jahres vor. Nach den Schätzungen sollen die Stahlwerke in der EU von Januar bis Ende August 2009 rund 45 Millionen Tonnen Stahlschrott eingesetzt haben, was einer Abnahme um etwa 40 Prozent entspricht. Nicht ganz so dramatisch gestaltete sich der Rückgang im Schrottexport, der in der ersten Jahreshälfte 2009 um 20,4 Prozent (oder 1,7 Millionen Tonnen) auf 6,5 Millionen Tonnen fiel. In die EU importierte Schrottmengen reduzierten sich um 40,7 Prozent (oder 968.000 Tonnen) auf 1,4 Millionen Tonnen.Führender Abnehmer von Schrott aus der EU ist nach wie vor die Türkei, die ihre in Europa gekauften Mengen (fast drei Millionen Tonnen im ersten Halbjahr 2009) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent kürzte. Zweitwichtigster Käufer von EU-Schrott ist Indien, wobei die bezogene Menge um 139 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen stieg. Erst an dritter Stelle befindet sich China, das aus der EU 613.000 Tonnen (plus 144 Prozent) bezog.
Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 12/2009, Seite 2 ... Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE
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Artikel vom: 01.12.2009 10:23
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