Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Zurück Impressum
 

In Abfällen ist Energie gebunden, diese Erkenntnis ist nicht neu. Bereits in der Energiekrise der 70er Jahre wurden verstärkt Ansätze verfolgt, Brenn­stoffe aus Abfällen herzustellen. Doch die aufwendige Abschöpfung heizwertreicher Anteile wie Papier oder Kunststoffe trat im Rahmen der Einführung der getrennten Wertstoffsammlung wieder in den Hintergrund.
(Von Dipl.-Ing. Andreas Habel, bvse e.V., Bonn)


Foto: bvse
Mit dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) wurde 1996 dann der Verwertungsgedanke fortgeschrieben und das Interesse an der Herstellung sekundärer Energieträger durch vorgesehene Möglichkeiten der energe­tischen Nutzung wieder gestärkt.

Doch erst mit dem am 1. Juni 2005 umgesetzten Vorbehandlungsgebot für Abfälle und der damit zunächst einhergehenden Notwendigkeit der Erschließung neuer thermischer Einsatzkapazitäten, ist das Thema „Energie aus Abfall“ endgültig in den Köpfen der Branche angekommen. Hinzu kommt eine sukzessive Verteuerung primärer Energieträger auf dem Weltmarkt, die die Verwendung sekundärer Energieträger für energieintensive Industrieprozesse wirtschaftlich und auch unter Klimaschutzgesichtspunkten immer interessanter macht.

In die Aufbruchstimmung der letzten Jahre mischte sich dann zunehmend die Erkenntnis, dass das Angebot der Abfälle, die zu Ersatzbrennstoffen aufbereitet werden können, auf dem deutschen Markt durchaus begrenzt ist.

Aktuell kam die Wirtschaftskrise hinzu, die die Abfallmengen in 2009 erheblich schrumpfen ließ. Umfragen des bvse haben ergeben, dass der Anfall von Produktionsabfällen um etwa minus 30 Prozent zurückging. Die Menge, an für die EBS-Aufbereitung geeigneten Gewerbeabfälle, verringerte sich um bis zu minus 25 Prozent.

Weniger Produktion erzeugt eben auch weniger Abfall. Kaum jemand hatte nicht damit gerechnet, dass die Abstände zwischen den Containerleerungen zunehmen würden und der Wettbewerb um den günstigsten Preis an der Anfallsstelle neu ausgerufen wird. Mit Sorge betrachtet die mittelständische Entsorgungswirtschaft jedoch die Entwicklung am anderen Ende der Kette.

In einer Zeit, in der die Erlöse für aufbereitete Sekundärrohstoffe am Boden liegen, verzeichnet die Branche Überkapazitäten bei der Müllverbrennung sowie der Mitverbrennung mittelkalorischer Abfälle. In der Folge sind die Verbrennungspreise auf ein Niveau gesunken, die die Wirtschaftlichkeit zur Aufbereitung hochwertiger EBS zunehmend in Frage stellen. In der Konsequenz gehen bereits erste Aufbereitungsanlagen für die Herstellung von EBS vom Netz.

Lesen Sie mehr in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE Ausgabe 12/2009, Seite 18 ...

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE / bvse

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 01.12.2009 10:47
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH
EU-Recycling