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Bern - Die Altpapierpreise haben im letzten Monat weiter dramatisch nachgegeben. Im Dezember wird der Preis für verschiedene Sorten bei Null liegen, bzw. es werden auch für den Altpapierhandel Zuzahlungen notwendig werden, um seine Ware bei den Papierfabriken überhaupt noch los zu werden. Auf dem Altpapiermarkt herrscht damit die grösste Krise seit 1990.

Altpapier
Foto: Pixelio / Roxy
Bereits im November standen die Preise für gemischte Papierabfälle an einem Tiefpunkt (3 bis 4 Rappen pro Kilo frei Fabrik) und damit in einem Bereich, wo ohne Zuzahlung durch die Lieferanten, die Kosten für Transport und Verarbeitung nicht mehr gedeckt werden konnten. Die Situation hat sich nun innert Monatsfrist weiter dramatisch verschlechtert. Die Preise rutschen jetzt auch für die Händler zusehends in einen negativen Bereich, wenn überhaupt noch an die Fabriken geliefert werden kann. Auch qualitativ hochwertige Sorten sind vom negativen Preistrend betroffen.

Im Gegensatz zu früheren Krisen, gibt es heute auf dem nationalen und internationalen Altpapiermarkt immer weniger unabhängige Papier- und Kartonfabriken, so dass für den Handel kaum Ausweichmöglichkeiten bestehen. Das verschärft die Situation weiter. Grund für die kritische Situation sind die Folgen der Finanzkrise und die wirtschaftliche Zurückhaltung im Hinblick auf eine sich ankündigende Rezession. Auf allen Produktionsstufen werden Lager abgebaut, womit der Abfluss der Ware überall ins Stocken geraten ist. Eine rasche Verbesserung der Situation ist aus heutiger Sicht nicht absehbar.

Im Verband Stahl-, Metall- und Papier-Recycling Schweiz (VSMR) sind alle namhaften Firmen der schweizerischen Recyclingbranche zusammengeschlossen, die sich vorwiegend mit dem Sammeln und Aufbereiten von Eisen- und NE-Metallschrott, von elektrischen/elektronischen Geräten, Altautos sowie Papier befassen. Zudem verarbeiten sie weitere Materialien wie Glas, Kunststoff und Karton.

Quelle: Verband Stahl-, Metall- und Papier-Recycling Schweiz (VSMR)

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Artikel vom: 07.12.2009 13:15
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