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Bad Honnef - Die BDSV wendet sich heute in einem offenen Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen und begrüßt darin dessen Initiative aus Anlass der Klimakonferenz von Kopenhagen, in Deutschland einen „Klimaschutzdialog Wirtschaft und Politik“ zu begründen. Doch die BDSV richtet die Bitte an den Minister, auch die Recyclingwirtschaft in die neue Initiative einzubeziehen, denn diese trägt ganz wesentlich zur ökologischen Modernisierung der Wirtschaft bei.

In dem von Präsident Heiner Gröger und Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Cosson unterzeichneten Schreiben wird betont, dass die rund 600 Recycling- und Sekundärrohstoffbetriebe in der Lage seien, einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz zu eisten. Idealtypisch sei davon auszugehen, dass durch das Einschmelzen von einer Tonne Stahlschrott im Vergleich zum Einsatz mit Primärrohstoffen etwa eine Tonne CO2, rund 650 kg Kohle sowie 1,5 Tonnen Eisenerz eingespart werden. Die Mitgliedsbetriebe könnten ihre Leistungen noch steigern, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv gestaltet werden.

Dazu sei es erforderlich, dass die Sekundärrohstoffmärkte offen bleiben und dass bürokratische Belastungen abgebaut und nicht – etwa im Zusammenhang mit der europäischen Chemikalienverordnung REACH – noch erhöht werden. Hochwertiges Recycling dürfe zudem nicht an den EU-Außengrenzen enden, sondern müsse mit Unterstützung deutschen Know-hows weltweit Vorzeigecharakter erhalten.

Quelle: BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.

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Artikel vom: 08.12.2009 11:58
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