Reutlingen - Die tiefe Geothermie befindet sich immer noch am Anfang ihrer Entwicklung: Derzeit sind in Deutschland erst drei Heizkraftwerke zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung sowie weitere 10 reine Heizwerke, die in Wärmenetze einspeisen, in Betrieb. Auf lange Sicht soll die Geothermie zu einer wichtigen erneuerbaren Energiequelle Baden-Württembergs avancieren. Ein Geothermiekraftwerk verfügt im Durchschnitt über eine Anlagenleistung in Höhe von 5 Megawatt.
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| Foto: Pixelio / Wolfgang Trampert |
Ihr Ministerium will daher in den kommenden drei Jahren 300 000 Euro für Forschungsprojekte bereitstellen. Die Ausbaupotenziale der tiefen Geothermie in Baden-Württemberg werden im Energiekonzept des Landes bis 2020 für die Bruttostromerzeugung mit 0,3 Terrawattstunden (TWh) und die Wärmebereitstellung mit 1,0 TWh angenommen; dies entspricht Anteilen an der gesamten Bruttostromerzeugung in Höhe von 0,4 Prozent und an der Wärmeerzeugung von 0,7 Prozent. Dr. Horst Kreuter, der Vorsitzende der Sektion Tiefe Geothermie in der Geothermischen Vereinigung - Bundesverband Geothermie e.V., erwartet in 2020 höhere Anteile von der Geothermie, sowohl bei der Stromerzeugung als auch bei der Wärmebereitstellung. Bis 2050 sei eine Steigerung auf etwa 20 Prozent des Strom- und ca. 7,5 Prozent des Wärmebedarfs möglich.
Eine Möglichkeit, um sich über das Potenzial, den rechtlichen Rahmen und die Finanzierung der tiefen Geothermie informieren zu können, bietet die Tagung „Tiefe Geothermie im Fokus – Chancen, Risiken, Lösungen“, die am 26. Februar 2010 im Rahmen der CEP® Clean Energy & Passivehouse in der Landesmesse Stuttgart stattfinden wird. Auch über mögliche Gefährdungen durch Tiefengeothermieanlagen und Lösungen für dieses Problem wird gesprochen. Eröffnet wird die Tagung von der baden-württembergischen Umweltministerin. Quelle: REECO GmbH
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Artikel vom: 10.12.2009 08:53
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