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Düsseldorf - Im Rahmen des 2008 verabschiedeten Umweltprogramms "Grenelle de l'environnement" legt die französische Regierung einen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Energieeffizienz von Wohnungen und öffentlichen Gebäuden. So soll der Energieverbrauch bis 2020 um über ein Drittel sinken. Beinahe die Hälfte der mit 440 Milliarden Euro angesetzten Fördermittel des französischen Umweltprogramms geht in die Baubranche. Damit ist der Weg für eine rasante Entwicklung des Marktes geebnet. Für internationale Unternehmen ergeben sich hieraus interessante Chancen für den Markteinstieg.

Neubau
Foto: Pixelio / Rainer Sturm
Frankreichs gesamter Wohnungspark wurde Anfang 2009 mit 31,3 Millionen Einheiten angegeben. Das französische Umwelt- und Investitionsprogramm sieht für den Zeitraum von 2009 bis 2012 ein erstes Paket von 800.000 Renovierungen vor und ab 2013 eine Anhebung des Volumens auf 400.000 Einheiten pro Jahr.

Bis 2020 will die französische Regierung rund 192 Milliarden Euro in die thermische Renovierung von privaten und öffentlichen Gebäuden investieren. Der Markt für Energieeffizienz-Maßnahmen bei Privatwohnungen soll bis 2012 auf 22 Milliarden Euro ansteigen. Dies betrifft vornehmlich die Bereiche Isolierung, Heizung und Klimatisierung.

Geschäftschancen für deutsche Firmen bestehen insbesondere im Ausbau von Wohnungen und Wirtschaftsbauten sowie generell bei handwerklichen Bautätigkeiten. Zahlreiche deutsche Firmen sind bereits im Geschäft – viele aus grenznahen Gebieten und oft als Subunternehmer für spezielle Aufgaben. Auch über die öffentlichen Ausschreibungsverfahren steht der deutschen Greenbuilding-Branche der Weg in den französischen Markt offen.

Mit welchen Rahmenbedingungen sich mittelständische Unternehmen beim Eintritt in den französischen Markt auseinandersetzen müssen und wie deutsche Bauunternehmer von den aktuellen Entwicklungen in Frankreich profitieren können, das sind die Themen des Fachseminars „Energieeffizientes Bauen in Frankreich“ am 28. Januar 2010 im Renaissance Hotel in Düsseldorf. „Gerade für deutsche Bauunternehmen lohnt sich ein Engagement in Frankreich. Expertise im Bereich des nachhaltigen und energieeffizienten Bauen ist im Nachbarland gefragt und der logistische Aufwand für deutsche Firmen hält sich in Grenzen,“ sagt die Veranstalterin Annette Nüsslein von der Unternehmensberatung Erneuerbare Energien. „Entscheidend ist, die nationalen Vertriebs- und Zertifizierungsvorgaben zu kennen und mit den baurechtlichen Besonderheiten vor Ort vertraut zu sein,“ so Nüsslein weiter.

Allerdings: „Für ausländische Unternehmen ist vor dem Markteintritt die Analyse relevanter Aspekte wie Genehmigungen, Förderrecht und Business-Planung sehr wichtig“, erklärt einer der Referenten, Dr. Christophe Kühl von der Kölner Kanzlei Epp, Gebauer & Kühl.

Das Programm samt Anmeldeformular kann unter windconsultant.de heruntergeladen werden.

Quelle: Unternehmensberatung Erneuerbare Energien - windConsultant/GADORE -

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Artikel vom: 11.12.2009 08:47
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